"Drei goldene Punkte" - Hartberg steuert Richtung Meistergruppe
Mit einem erarbeiteten 1:0-Sieg verschafft sich der TSV Hartberg im kleinen Steirer-Derby gegen den GAK eine gute Ausgangsposition in Richtung vorzeitigem Klassenerhalt.
Viel Zweikampf, wenig Raum, schwieriger Untergrund wegen des vielen Schnees. Am Ende entschied das, was GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer schon in der Pause seiner Mannschaft ankündigte:
"Wer den ersten kleinen Fehler machen wird, der wird wahrscheinlich das Spiel verlieren." Genau so kam es.
Der TSV Hartberg gewann das kleine Steirer-Derby gegen den Grazer AK mit 1:0 (Spielbericht>>>). Ein klassischer Arbeitssieg: hart erkämpft, entschieden durch eine Standardsituation.
Die harte Arbeit auf dem Platzt streicht auch Hartberg-Trainer Manfred Schmid im "Sky"-Interview nach dem Match hervor: "Es war brutal schwierig. Es war ein sehr, sehr hart erkämpfter Erfolg,"
Nach der Pause veränderte Hartberg die Raumaufteilung, bekam mehr Zugriff, wurde aggressiver im Kampf um die zweiten Bälle. Das trug Früchte und wird vom Coach danach auch lobend hervorgehoben: "Die Mannschaft hat das sehr, sehr gut umgesetzt, taktisch sehr, sehr gut gespielt. Ich glaube, der Schlüssel war, dass wir das Zweite nachsetzen konnten."
Und dann kommt noch etwas dazu, das man nicht trainieren kann, aber spürt: Der Drive in der Mannschaft.
Gemeinsam durch alle (Wetter-)Bedingungen
"Es macht so viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Das ist so eine geile Truppe", schwärmt der Trainer von der Mannschaft, die zuvor noch auf 16 Metern Platzbreite wegen der Bedingungen trainierte, gemeinsam am Vortag noch den Schnee wegschaufelte und trotzdem alles investierte.
Auch Tobias Kainz betont: "Wir haben gewusst, dass es ein extrem schweres Spiel wird, dass wir uns auf einen Kampf einstellen müssen. Das haben wir über weite Strecken gut gemacht und gehen dann als Sieger vom Platz."
Die Geduld der Hartberger und der Drive innerhalb der Truppe wurde schließlich auch belohnt: Nach einer Ecke fiel der Ball vor die Füße von Fabian Wilfinger. Kein Traumtor, aber eines der wichtigen Tore, wie der Torschütze nach dem Spiel zugibt: "Es war ein richtig wichtiger Sieg. Am Ende ist es komplett egal, wie er reingeht."
Feldhofer mit Schuld beim GAK: "Hartberg war frischer"
Auf der anderen Seite hadert der GAK. Ferdinand Feldhofer sieht in Halbzeit zwei die Fehler bei seiner Mannschaft:
"Hartberg hat irgendwie frischer gewirkt, hat aufmerksamer agiert und auch zielstrebiger." Das habe am Ende den Unterschied gemacht, so der GAK-Trainer.
"Drei goldene Punkte"
Von "drei goldenen Punkten" spricht Hartberg-Trainer Schmid nach der Partie, weil sich der TSV durch den Sieg in eine "unglaublich gute Ausgangslage" im Rennen um die Meistergruppe brachte, so Trainer und Spieler im Einklang.