Scheiblehner will diese Woche gar ein wenig Derbystimmung wahrgenommen haben. "Man hat das Gefühl, beide Clubs kämpfen gegen Rapid. Für Linz wäre es optimal, wenn beide in die Meistergruppe kommen", erklärte der 48-Jährige.
Dafür sollte Hartberg idealerweise besiegt werden. Die Steirer waren "in gewisser Art und Weise ein Vorbild für uns, weil sie immer um die Top 6 gespielt haben. Wenn unsere Leistung stimmt, dann haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen", sagte Scheiblehner, der bis zur Halbzeit keine Zwischenstände wissen will. "Weil unser Spiel und die Leistung der Mannschaft im Vordergrund steht."
Peschek, der am Donnerstag den kompletten Abbau des negativen Eigenkapitals und somit Schuldenfreiheit verkündet hatte ("Wir sind wirtschaftlich komplett gesund"), stapelte vorläufig noch tief.
"Der Klassenerhalt ist nach wie vor unser Ziel. Wenn das am Sonntag vorzeitig gelingen sollte, ist das ein herausragender und historischer Erfolg." Sollte dies nicht gelingen, hätte man aber eine tolle Ausgangsposition für die Qualigruppe.
Hartberg-Fokus liegt auf Abstiegskampf
Zum Spielverderber könnten die Hartberger werden. Die Truppe von Coach Manfred Schmid, die im Herbst die Linzer daheim mit 2:1 besiegt hat, musste sich trotz eines 2:1-Erfolgs über Rapid vergangene Woche vorzeitig mit Platz acht und dem unteren Play-off zufriedengeben. Ziel ist es daher, sich durch Zählbares in eine gute Position im Abstiegskampf zu bringen.
"Wir schauen nur auf uns. Wenn Blau-Weiß hoch will, dann müssen sie uns schlagen", erklärte Schmid. "Wir wollen in Linz unser Spiel spielen und an die Leistung gegen Rapid anknüpfen, Punkte einsammeln und weiter Selbstvertrauen aufbauen."
Dieses soll dann in den zehn Runden der Qualifikationsgruppe helfen. "Durch die Punkteteilung wird es da unten sehr eng werden."