Für diese Rapidler steht 2018 viel auf dem Spiel

Für diese Rapidler steht 2018 viel auf dem Spiel Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid startete vergangene Woche nach den obligatorischen Leistungstests auch auf dem grünen Rasen wieder in die Vorbereitung.

Große Veränderungen sucht man vergeblich. Armin Mujakic und Mert Müldür wurden von Rapid II befördert, Kelvin Arase unterschrieb seinen ersten Profivertrag. Noch läuft die Transferzeit, doch Sportchef Fredy Bickel spielt auf Zeit.

Ein Stürmer könnte noch kommen, da lässt sich Rapid alle Möglichkeiten offen. Viel mehr steht jedoch die Kaderreduktion im Vordergrund - nicht zum ersten Mal. Philipp Prosenik schloss sich Ried an, Andreas Kuen und Eren Keles sollen noch gehen (LAOLA1-Transferliste).

Bis zum Sommer wird sich der eine oder andere zudem verändern wollen oder müssen. Denn im Frühjahr stehen einige Rapidler unter Druck bzw. vor richtungsweisenden Monaten.

Reservistenrolle, auslaufender Vertrag, Verletzung oder Formtief - LAOLA1 zeigt auf, für wen besonders viel auf dem Spiel steht:

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CHRISTOPHER DIBON:

Für den 27-jährigen Abwehrchef geht es darum, im neuen Jahr wieder den Anschluss zu schaffen. Kein einfaches Unterfangen nach einer notwendigen Hüft-Operation, doch der verletzungsanfällige Defensivspieler könnte früher zurückkehren als vermutet. Schmerzfreies Laufen und Fortschritte vor Weihnachten stimmen positiv, dass Dibon im Frühjahr bald wieder eine Rolle spielen könnte. Im Trainingslager soll er erstmals schnuppern.

MARIO SONNLEITNER:

Der 31-jährige Routinier stand schon mehrmals auf dem Abstellgleis, biss sich aber aufgrund seiner Kämpfernatur durch und kam immer wieder zu seinen Einsätzen. Allerdings war er zuletzt trotz Abwesenheit von Dibon nicht mehr erste Wahl. Neuzugang Lucas Galvao und Maximilian Hofmann bekamen den Vorzug. Der Vertrag des Steirers läuft bis 2019.

THOMAS SCHRAMMEL:

Der Linksverteidiger galt als Dauerläufer und Stammspieler - über mehrere Saisonen hinweg, sofern er fit war. Umso überraschender, dass der 30-Jährige 2017/18 seit der Verpflichtung von Boli Bolingoli fast gar keine Rolle mehr spielt. Lediglich fünf Einsätze sind mager, zudem läuft sein Kontrakt im Sommer aus. Im Frühjahr muss er Werbung in eigener Sache betreiben, um sich bei Rapid oder für andere Klubs interessant zu machen. Keine einfache Aufgabe im fortgeschrittenen Alter, sonst muss er sich etwas überlegen. Sportchef Bickel kündigte Gespräche über seine Zukunft an.

MARIO PAVELIC:

Für den 24-Jährigen gilt Ähnliches wie für Schrammel, sein langjähriges Pendant auf der linken Außenbahn. Der Rechtsverteidiger konnte diese Saison noch nicht glänzen: Rotsperre, Schulterverletzung, Reservistenrolle. Eine neue Situation für den Rechtsverteidiger, dessen Arbeitspapier ebenfalls im Sommer endet. Im Sommer war er noch umgarnt und schloss nach einem Brentford-Angebot eine Verlängerung bei Rapid aus. Das könnte ihm zum Verhängnis werden. Wirklich für einen Top-Transfer aufdrängen konnte er sich seitdem nicht mehr.

DEJAN LJUBICIC:

Besser hätte es für den 20-jährigen Shootingstar im Herbst nicht laufen können: Rückholaktion von Wr. Neustadt, Stammspieler, Sieg-Garant. Sportlich steht die Bestätigung seiner Leistungen im Frühjahr im Vordergrund. Doch der Flaschenwurf auf eine Moschee wird Nachwirkungen haben, der Spieler mit anderen Augen gesehen werden. Vom Shootingstar zum Buhmann? Ljubicic muss beweisen, dass dieser Ausrutscher keine Auswirkungen auf seine Entwicklung hat.

THANOS PETSOS:

Bisher kann der Rückkehrer nicht zufrieden sein. Wenige Einsätze, ein Ausschluss, zudem im Hintertreffen gegenüber den jüngeren Alternativen wie Ljubicic. Dem Deutsch-Griechen fehlt die Konstanz und Spielpraxis, um an alte Zeiten anzuschließen. Ändert sich das im Frühjahr nicht, gibt es wenig Hoffnungen, dass er über den Sommer hinaus, wenn sein Leihvertrag mit Werder Bremen endet, eine Zukunft bei Rapid hat. Viel deutet auf eine neuerliche Trennung hin.

IVAN MOCINIC:

Wann kommt er zurück? Wie kommt er zurück? Die Leidensgeschichte des 24-jährigen Kroaten wird langsam zur Never-ending-Story. Ein Meniskus-Einriss kostete dem Mittelfeldspieler ein halbes Jahr, nach seinem Comeback bei den Amateuren in der Regionalliga war er weit weg von seiner Normalform, im September musste er erneut am Knie operiert werden. Die Winter-Vorbereitung ist nun richtungsweisend. Mocinic kann helfen, wenn er verletzungsfrei bleibt und das abruft, was er schon bewiesen hat. Doch auch Rapids Geduld scheint endenwollend, sollte es 2018 nicht klappen.

STEFFEN HOFMANN:

Worum es dem Ehrenkapitän im Frühjahr geht? Um einen respektvollen Abschied. Bei seiner Vertragsverlängerung im vergangenen Mai, über die der deutsche Oldie selbst entscheiden durfte, hätte er sich sicher nicht vorgestellt, oft nicht einmal im Kader zu stehen und nur auf fünf Bundesliga-Einsätze zu kommen. Dass es der 37-Jährige noch drauf hat, bewies er mit seinem Assist in St. Pölten. Nur des Namens wegen wird er nicht mehr spielen, allerdings kann er der Mannschaft definitiv in gewissen Phasen noch weiterhelfen und so sein Gesicht vor dem endgültigen Ende bei seinem Herzensverein wahren.

JOELINTON:

Definitiv im Fokus stehen weiterhin die Stürmer. Joelinton hat mit drei Toren in den letzten zwei Spielen (5 Bundesliga-Saisontore) vor der Winterpause bewiesen, dass er zu mehr im Stande ist, spielerisch hebt er das Team ohnehin auf ein anderes Level. Je besser der Brasilianer jedoch spielt, umso schwerer wird es für Rapid, den Offensivspieler zu halten. Die Ablöse soll enorm sein (angeblich um die 7 Mio. Euro), die Verhandlungen mit Hoffenheim werden ständig neu aufgekocht, ob es doch eine Lösung gibt. Rapid will den 21-Jährigen halten und dieser fühlt sich wohl. Es geht im Frühjahr also nicht nur um die Zukunft des Filigran-Technikers, sondern auch jene von Rapid.

VETON BERISHA:

Noch war der von Greuther Fürth gekommene Stürmer zu selten jene Verstärkung, die sich die Hütteldorfer erwünscht hatten. Der 23-Jährige bewies jedoch steigende Form, arbeitet viel für die Mannschaft und reißt Lücken für seine Teamkollegen auf - Eigenschaften, die Trainer Goran Djuricin schätzt. Dass man mit dem Norweger keinen echten Knipser an Land gezogen hat, wussten die Verantwortlichen schon davor. Berisha muss sich weiter steigern, um seinen Platz im Team zu finden. Denn bisher pendelte er zwischen Sturm, Außenbahn und Zehnerposition.

GIORGI KVILITAIA:

Last but not least warten richtungsweisende Zeiten auf Giorgi Kvilitaia. Der Georgier war im Herbst das Sinnbild der grün-weißen Harmlosigkeit und war schnell als Chancentod verschrien. Das Trainerteam schenkte ihm lange das Vertrauen, musste sich aber danach auch eingestehen, dass mehr vom 24-Jährigen kommen muss. Nur ein Bundesliga-Tor in dieser Saison sind für Rapids Ansprüche zu wenig. Legt der Angreifer im Frühjahr nicht zu, werden die Wiener darüber nachdenken, ob es Sinn macht, am 1,93-Meter-Hünen festzuhalten. Einen Vertrag besitzt er noch bis 2020.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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