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Fehlpfiffe im ÖFB-Cup: VARheit oder werden wir weiter veräppelt?

Noch ehe die ADMIRAL Bundesliga ins Frühjahr startet, sorgen diverse Szenen bei den Spielen im ÖFB-Cup für Diskussionen. Nicht so auf VAR Österreich:

Fehlpfiffe im ÖFB-Cup: VARheit oder werden wir weiter veräppelt? Foto: © GEPA

Das Viertelfinale im UNIQA ÖFB-Cup hatte einiges zu bieten.

Auch an Aufregern rund um diverse Fehlpfiffe und (Leider-Nein-)VAR-Einsätzen fehlte es nicht. Der frühe Ausschluss bei WAC gegen Salzburg hat sicher mit dazu beigetragen, dass der Titelverteidiger aus Wolfsberg in der Runde der besten acht Vereine auf der Strecke blieb.

Das sehen aber nicht alle so.

Im Rückblick auf der Plattform VAR Österreich - auf dem Kanal werden VAR-Checks der ADMIRAL Bundesliga und des UNIQA ÖFB Cup aufgelistet - werden drei Szenen allesamt als richtige Vorgangsweisen aufgelöst, die am Wochenende nicht nur bei den Spielern und Betreuern für angeregte Diskussionen sorgten.

Da fehlt einmal mehr entweder dem aufmerksamen Leser und Fußballinteressierten "der Durchblick", oder aber die Verfasser der Auflösung liegen schlichtweg falsch. Wir würden gerne wissen, wer bei VAR Österreich die Meinung zu den angeführten Szenen schreibt.

SCR Altach gegen Sturm Graz

De Entscheidungen bei Altach gegen Sturm kann der Beobachter ja durchaus "nachvollziehen" - so lautet der Terminus für die Erklärung auf der offiziellen VAR-Seite.

Eine kleine Fußnote aber bleibt. Bei Gelb-Rot darf der VAR gar nicht eingreifen, da werden vielleicht unrichtige "Hoffnungen in der Zukunft geschürt".

Was macht dieses Beispiel also auf der Aufklärungsplattform?

Schlüsselszene in Wolfsberg

Die Rote Karte gegen den Wolfsberger Diabate im Spiel des Titelvteidigers RZ Pellets WAC gegen Red Bull Salzburg ist schon vom ORF-Kommentator während der Live-Übertragung hinterfragt worden.

In der Pausenanalyse waren sich Herbert Prohaska und Roman Mählich einig, dass es kein Foulvergehen gab und der Ausschluss zu Unrecht erfolgte.

Der fehlende VAR-Eingriff ist von allen Seiten kritisiert worden. Dieser Meinung schloss sich auch der Großteil der Öffentlichkeit an, aber ebenso Schiedsrichter-Experten aus dem In- und Ausland (Letztere wurden von LAOLA1 mit dem Video um ihre Meinung befragt).

Auch in den Foren gab es großteils keine Zustimmung.

VAR Österreich kämpft aber standhaft für die Richtigkeit auch dieser Entscheidung mit einer simplen Begründung: "Der VAR hat nicht eingegriffen, da die Entscheidung des Schiedsrichters nachvollziehbar war."

Heißt das nun, dass ein Foulvergehen vorlag und wenn ja, welches ganz genau? Wir bleiben staunend zurück.

Satire oder bleibt es ernsthaft?

Bereits in der Vergangenheit gab es Auflösungen und Erklärungen auf "VAR Österreich" von Szenen, die wohl auch vom Satire-Magazin "Die Tagespresse" geschrieben werden hätten können.

Vorsicht, liebe Kollegen von der "Tagespresse", hier wächst Konkurrenz heran, ohne dass diese sich als solche bezeichnet.

Noch hat die Punktejagd im Frühjahr nicht einmal begonnen, schon werden Fehler wieder schöngeredet und nicht ehrlich aufgelöst. Das kann ja in den nächsten Wochen und Monaten noch heiter werden.

Abschließend: Schenken wir "VAR Österreich" Glauben, dann hat die letzte Schulung der Videoschiedsrichter im Juli 2023 stattgefunden. Vielleicht wäre es wieder einmal an der Zeit, Nachschulungen vorzunehmen.

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