12 Bundesliga-Klubs, 12 Fragen für das Frühjahr

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Am Freitag steigt der Frühjahrs-Start der Bundesliga mit dem Schlager FC Red Bull Salzburg gegen LASK, Erster gegen Zweiter (ab 19:00 Uhr im LIVE-Ticker).

Ob die Athletiker dem Liga-Krösus im Laufe der nächsten Monate sogar noch den Meistertitel abspenstig machen können, ist eine der brennenden Fragen - aber jedes Team hat spannende Aspekte zu bieten, die genaue Betrachtung erforderlich machen werden.

LAOLA1 hat für jeden Bundesliga-Verein die Fragezeichen gefunden, die den geneigten Beobachter beschäftigen können - und will deine Meinung wissen:


FC Red Bull Salzburg (1., 44 Punkte - noch in ÖFB-Cup und Europa League dabei)

Foto: © GEPA

Salzburgs next Superstar: Wer wird nach Haaland und Minamino der größte Stern?

Red Bull Salzburg hat die zwei größten Sterne in seiner Star-Truppe im Winter abgegeben. Welche Spieler schlüpfen nun in die Rolle der herausragenden Akteure? Nutzt Patson Daka Haalands Abgang, in dessen Schatten er trotz ähnlicher Scorer-Zahlen im Herbst stand? Wird es Neo-Youngster Noah Okafor? Oder findet Dominik Szoboszlai wieder zu seiner Form? Mit Karim Adeyemi gibt es auch einen vielversprechenden Nachrücker vom FC Liefering bzw. der Youth-League-Mannschaft. Mit elf Toren und zehn Assists in 18 Pflichtspielen hat sich der 18-jährige Deutsche die Chance bei den "Großen" verdient. Mit Konkurrenten namens Hwang, Daka, Koita und Berisha hat der Stürmer aber eine hohe Hürde vor sich.



LASK (2., 42 Punkte - noch in ÖFB-Cup und Europa League dabei)

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Bleibt der LASK bis zum Ende Salzburg-Gefahr?

Zur Winterpause auf zwei Punkte an Salzburg dran – der LASK ist gefährlich nahe an den "Bullen" dran. Die Dreifach-Belastung betrifft beide Kontrahenten. Können die Athletiker ihre Form aus dem Herbst wieder abrufen und diesen Aspekt genauso gut abfangen? Salzburg ist hier über die Zweifel erhaben. Der LASK hat aber alle Leistungsträger gehalten und mit Husein Balic vom spusu SKN St. Pölten qualitativ sogar leicht nachgerüstet. Welche Rolle der 23-Jährige spielt, wird interessant zu sehen sein, denn auf seiner linken Seite war im Herbst Dominik Frieser mit guten Leistungen gesetzt.



SK Rapid Wien (3., 32 Punkte)

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Bombt Ercan Kara auch in der Bundesliga?

15 Tore in 18 Spielen: Die Statistik des 24-Jährigen liest sich vielversprechend. Im stolzen Hütteldorf erwartet den Stürmer aber ein anderes Umfeld als beim SV Horn in der HPYBET 2. Liga. Der Sprung ist ein gewaltiger, wie einst schon Ronivaldo bei der Austria feststellen musste – und Rapid braucht einen zweiten Stürmer, der liefert. Koya Kitagawa ist zwar zurück, aber drei Mittelstürmer sind trotzdem nicht zuviel, will Didi Kühbauer öfter auf einen zweiten Mann an vorderster Front zurückgreifen.





Wolfsberger AC (4., 31 Punkte)

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Kontinuität oder große Veränderung unter Ferdinand Feldhofer?

Die Stärke von Gerhard Struber war es, Christian Ilzers Herangehensweise nahtlos zu adaptieren. Ferdinand Feldhofer überzeugte beim SV Lafnitz mit anderen Tugenden, als es der WAC seit seinem Vorstoß in die erweiterte Bundesliga-Spitze tat. Welches Gesicht verpasst der Jung-Coach den Kärntnern? Er muss sich auf mannschaftlicher Seite mit einigen Veränderungen im Vergleich zum starken Herbst herumschlagen, es gab mit Abwehrchef und Kapitän Michael Sollbauer, Marcel Ritzmaier (beide zu Barnsley) und Anderson Niangbo (zu Gent) Abgänge von Schlüsselspielern, dazu ist mit Nemanja Rnic der zweite Stamm-Innenverteidiger drei Spiele gesperrt. Trotz der namhaften Verpflichtung Milos Jojic: Sind diese Abgänge zu schmerzhaft?





SK Sturm Graz (5., 28 Punkte)

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Was zeigt Kevin Friesenbichler?

Der halbjährige "Ausflug" in die 2. deutsche Bundesliga war mit zwei Start-Einsätzen und keinem Tor ein Flop. Dazu setzte den 25-Jährigen eine Knie-OP zwischenzeitlich außer Gefecht. Auch davor, 2018/19, war der Stürmer mit sechs Toren für die Austria und den WAC nicht der ganz große Goalgetter. Wird er in Graz nun trotzdem eine effektive Ergänzung zu Bekim Balaj? Sein Vorgänger Markus Pink blieb in den elf Auftritten dieses Jahres komplett ohne Treffer.




TSV Hartberg (6., 28 Punkte)

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Reichen sieben Punkte Guthaben bei diesem schweren Restprogramm?

Letztes Jahr gelang der sensationelle Sprung in die Meistergruppe nicht, diesmal ist der Vorsprung vier Spiele vor der Teilung schon fast komfortabel. Die Wiener Austria muss satte sieben Punkte aufholen, allerdings sind die mit einem Kraftakt möglich. Die Steirer haben beim WAC, gegen Rapid, beim LASK und gegen die WSG Tirol kein leichtes Restprogramm. Letztes Jahr wurde die Meistergruppe nach einer starken ersten Saisonhälfte im Finish verpasst, es folgte ein Einbruch - aus den zehn Spielen der Qualifikationsgruppe entsprangen nur mehr neun Punkte und dementsprechend der Abstiegskampf. Ein Thema, das der TSV in dieser Saison schon früh beseitigen könnte.



FK Austria Wien (7., 21 Punkte)

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Wer soll Christoph Monschein entlasten?

13 Tore in 18 Bundesliga-Spielen – der Stürmer blühte im Herbst auf. Dahinter? Gähnende Leere. Alexander Grünwald ist mit acht Pflichtspiel-Treffern zweitbester Torschütze, die Nummer drei – Alon Turgeman – wurde verliehen und war mit drei Treffern auch kein Verteidiger-Schreck. Wann liefert Bright Edomwonyi (17 Einsätze, ein Tor)? Im Herbst-Finish belebte das Youngster-Trio Benedikt Pichler, Manprit Sarkaria und Dominik Fitz eine biedere Austria. Wird vor allem das Duo Pichler/Sarkaria im offensiven Output noch wichtiger und gesetzt sein?




SCR Altach (8., 19 Punkte)

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Wird der Abstiegskampf ein Thema?

Altach befindet sich gegenwärtig im gefährlichen "Niemandsland", neun Punkte Rückstand sind zu viel für die Meistergruppe, sieben Punkte Vorsprung auf die Rote Laterne nach der Punkteteilung fast nichtig. Für die Rheindorfer wird die Qualifikationsgruppe ein neuer Showdown, in dem sie sich eine Unserie wie im Oktober (nur Niederlagen!) nicht leisten können. Mit Mergim Berisha ist noch dazu der wichtigste Spieler wieder Richtung Red Bull Salzburg abhanden gekommen. Passable neun Tore und sechs Assists in 20 Spielen des Herbstes müssen erst ersetzt werden. Mit Christian Gebauer hat der nächstbeste Stürmer erst vier Tore am Konto.



spusu SKN St. Pölten (9., 15 Punkte)

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Sind neun Neue zu viel des Guten?

Die Transfersperre ist aufgehoben, das haben die Niederösterreicher gleich voll ausgenützt: Neun Mann können im Frühjahr neu für den SKN auflaufen, mit Husein Balic ist der überragende Mann aber gegangen. Wie sieht das Gesicht der neuen Truppe aus? Im Abstiegskampf täten Anlaufzeiten und scheiternde Experimente weh. Alexander Schmidt hat ganz im Gegenteil noch mehr Potenzial vor sich liegen, um herumzuprobieren: Ganze acht (!) verschiedene System-Variationen probierte er im Herbst mit wechselndem Erfolg durch. Haben die neuen Spieler dazu beigetragen, ein Stamm-System zu finden, oder sorgen sie für noch mehr Alternation?



SV Mattersburg (10., 14 Punkte)

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Ist Kontinuität die richtige Herangehensweise?

Nur zwei Punkte trennen die Burgenländer vom letzten Platz, der Kader scheint aber das vollste Vertrauen zu genießen. Als einziger Verein der Bundesliga verzichtete Mattersburg komplett auf Neuzugänge, mit Raffael Behounek gab es auch nur einen Abgang. Es ist also das idente Team, das ein anderes Gesicht als im Herbst zeigen muss. Kontinuität auch in Sachen Trainer: Während bei der Admira schon Anfang September die Reißleine gezogen wurde, überstand Franz Ponweiser einen August mit vier großteils herben Niederlagen ebenso wie acht Spiele mit nur einem Punkt von Anfang Oktober bis Anfang Dezember. Zahlt der Trainer das hohe Vertrauen im Abstiegskampf zurück?



FC Admira Wacker Mödling (11., 14 Punkte)

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Erfüllen Markus Pink und Jimmy Hoffer die Vorgabe von Klaus Schmidt?

Nur 17 Tore im Herbst: Die Admira hat die schwächste Offensive der Bundesliga. Das ergibt einen Schnitt von nicht einmal einen Treffer pro Partie - und der Großteil, nämlich zehn Tore, ging auf das Konto des überragenden Sinan Bakis. Hoffer blieb mit bislang einem Tor in elf Einsätzen hinter allen Hoffnungen, nun soll es Pink richten – noch kein Tor in den elf Kurzauftritten für Sturm dieses Jahr. Die Ansage des Trainers: Zwölf Tore von Pink, acht von Hoffer. Da müssen sie sich strecken!






WSG Tirol (12., 12 Punkte)

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Stefan Maierhofer und Thanos Petsos: Mitläufer oder Difference Maker?

Die Lebensläufe der beiden Neuzugänge sind bekannt und lesen sich stark, dass sie im Abstiegskampf der österreichischen Bundesliga anheuern, hat aber auch Gründe. Bringen sie einen merklichen Qualitätsunterschied in das strauchelnde Team oder sind ihre Namen beeindruckender als der Output, den sie der WSG liefern werden? Petsos bekommt die Unterstützung einer anderen Viererkette als im Herbst mit Rückkehrer Ione Cabrera und den Neuzugängen Bruno Soares und Fabian Koch. Maierhofer soll eine Offensive vitalisieren, die erst 20 Tore bejubeln konnte.






Textquelle: © LAOLA1.at

Österreichische Bundesliga: Transferliste im Winter 2019/20

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