Admira: Jimmy Hoffer denkt noch an Rapid

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Seit fünf Monaten läuft Jimmy Hoffer wieder im Dress der Admira auf.

Nach Stationen bei Rapid Wien, SSC Napoli, Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt kehrte der 32-Jährige im vergangenen Sommer zu seinem Heimat-Verein zurück.

Hier will sich Jimmy noch einmal beweisen und für höhere Aufgaben empfehlen. Dabei schielt er auch in Richtung Rapid, wo die Karriere seinen bisherigen Höhepunkt fand.

Doch dafür muss zunächst eine Leistungssteigerung bei der Admira her. Denn ganz nach Wunsch verlief das Comeback in der österreichischen Bundesliga bislang nicht. In elf Spielen erzielte er nur einen Treffer.

Fehlende Vorbereitung für schwachen Auftritt verantwortlich

Der eher schwache Auftritt ist allerdings der fehlenden Sommer-Vorbereitung geschuldet. Erst im August war Jimmys Wechsel vom belgischen Zweitligisten K Beerschot VA zur Admira in trockenen Tüchern. Die Saison war zu diesem Zeitpunkt bereits schon im Gange.

"Ich denke, dass ihm die Vorbereitung gefehlt hat. Dem ist er ein bisschen nachgehinkt", sagt Trainer Klaus Schmidt. Das bestätigt auch Hoffer, blickt aber optimistisch in Richtung Frühjahr: "Ich bin sehr spät dazugekommen. Jetzt muss ich schauen dass ich die Vorbereitung durchziehen kann, ohne Verletzung. Das ist das, was jetzt zählt und dann werden auch meine Chancen wiederkommen."

Shapourzadeh: "Jimmy wird nicht an Toren gemessen"

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Doch Toreschießen ist nicht die einzige Aufgabe, die Hoffer bei der Admira zukommt. Das macht Manager Armin Shapourzadeh deutlich: "Jimmy wird nicht an Toren gemessen. Er hat eine menge Erfahrung, ist in der Kabine wichtig." Davon profitieren vor allem die jungen Admira Spieler: "Er kann den Jüngeren einiges mitgeben. Er hat in Italien gespielt, in Deutschland, bei großen Vereinen in Österreich. Von daher können sie sich auch einiges bei ihm abschauen."

Hoffers Karriere dürften sich einige wünschen. Der Jugendspieler der Admira gab 2004 sein Profidebüt in der Kampfmannschaft, für die er zwei Jahre lang auflief. Nach dem Abstieg mit den Südstädtern folgte der Wechsel zu Rapid Wien, wo der endgültige Durchbruch gelang. In 85 Spielen erzielte der Ex-Teamspieler dort 41 Treffer. Damit netzte Jimmy für die Hütteldorfer fast in jedem zweiten Spiel ein. Eine Quote, an die Hoffer wieder herankommen will. Bislang ist er davon allerdings weit entfernt.

Hoffer mit vielversprechenden Leistungen

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Doch seine Trainingsleistungen sind vielversprechend: "Im Training war er hervorragend", schwärmt Schmidt. "Ich hoffe, dass er die Leistungen auch in den Testspielen zeigen wird."

Der Konkurrenzkampf bei der Admira könnte Jimmy zusätzlich motivieren. Mit Angreifer Markus Pink und der Salzburger Mittelfeld-Leihgabe Jung-min Kim hat sich die Admira bereits in der Offensive verstärkt. Neben Top-Scorer Sinan Bakis hat Hoffer zwei direkte Konkurrenten in den eigenen Reihen. Für "Jimmy" aber kein Grund zur Sorge, was seinen Platz angeht: "Konkurrenzkampf gehört dazu. Die Saison ist sehr lang, da brauchen wir jeden Einzelnen - auch Doppelbesetzungen."

Klaus Schmidt treibt den Kampf um Admiras Stürmer Nummer eins noch weiter an. Von Markus Pink fordert der Coach "10 bis 12 Tore", von Hoffer verlangt er acht. Eine Marke, die er sich durchaus zutraut: "Warum nicht? Ich traue mir auch mehrere zu. Ich habe schon alles miterlebt. Wenn das erste Tor fällt, kann es schnell passieren, dass man immer trifft."

Rapid-Rückkehr nicht ausgeschlossen

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Eine Wiederholung des Scorer-Werts aus seiner Zeit bei Rapid würde zum einen der abstiegsbedrohten Admira helfen. Zum Anderen aber auch Hoffer selbst, um seine Karriere noch einmal anzutreiben. Denn die Station in der Südstadt soll noch nicht die letzte gewesen sein."Ich will so lang wie möglich im Profibereich bleiben. Das ist das große Ziel. Ans Karriereende habe ich noch nicht gedacht."

Auch eine Rückkehr zu Rapid ist nicht ausgeschlossen: "Es ist nicht nur meine Entscheidung. Jeder weiß, wie ich zu Rapid stehe."

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