"Die Mannschaft und der Verein haben es sich verdient. Wenn man auf die letzten zwei, drei Jahre zurückblickt, wie viel – entschuldigen Sie den Ausdruck – Sch***e wir durchgemacht haben, dann ist das die Belohnung dafür, dass wir drangeblieben sind, dass wir immer eng zusammengestanden sind", sagte ein sichtlich erleichterter Pius Grabher.
"Mir bedeutet der Aufstieg alles"
Der 32-jährige Mittelfeldspieler spielt seit 2019 in Lustenau. "Mir persönlich bedeutet der Aufstieg alles, weil ich in einem Fußballeralter bin, in dem es nicht mehr ewig geht, und den Aufstieg zum zweiten Mal zu schaffen, ist etwas ganz Besonderes."
Auch Torhüter Domenik Schierl kickt seit 2019 für die Vorarlberger. Nach dem Abstieg 2024 dachte er lange über einen Abschied nach. Am Ende blieb Schierl in Lustenau.
"Mir hat innerlich immer irgendetwas gesagt: Die Zeit in Lustenau ist noch nicht vorbei, da ist noch etwas, da will ich noch etwas erreichen. Mit dem heutigen Aufstieg habe ich genau das erreicht, was ich wollte", so der Keeper. "Und seien wir uns ehrlich: Mit dem Stadion und mit den Fans gehören wir da rauf. Ab Sommer werden wir die Bundesliga rocken!"
Loblieder auf die Bundesliga
Der Aufstieg wird nun selbstverständlich gebührend gefeiert. "Wir werden wahrscheinlich einmal schauen, wann der nächste Flieger nach Mallorca fliegt", grinste Grabher. "Das war beim ersten Aufstieg schon sensationell, jetzt werden wir nochmal einen draufhauen."
Die Vorfreude auf die Bundesliga war bereits nach Abpfiff groß. Grabher: "Es ist ein Privileg, in Österreich in der Bundesliga spielen zu können. Die Liga ist mittlerweile sowas von gut, es gibt super Spieler, geile Stadien, geile Vereine."
Die Bundesliga sei "schon etwas ganz Besonderes", hielt auch Trainer Mader fest. "Da spielst du im Rapid-Stadion nicht mehr vor 220, sondern vor 17.000 Zuschauern. Wir freuen uns riesig."
Ungewisse Zukunft
Zugleich ist herauszuhören, dass bei dem einen oder anderen noch geklärt werden muss, ob es auch wirklich mit Austria Lustenau in der Bundesliga weitergeht.
"Ich habe noch kein Gespräch mit dem Verein gehabt. Ich hoffe, dass sie an mir festhalten", sagte Coach Mader.
Torhüter Schierl wolle jetzt einmal die Feierlichkeiten genießen. "Dann werde ich schauen, was das Ziel ist."