Endstand
0:1
0:1, 0:0
news

Lafnitz nach dem Umbruch: Transfers erwünscht

Der Herbst glich einer Achterbahnfahrt, unzufrieden ist man in Lafnitz dennoch nicht. Über Youngsters, den "Überlebenskampf" und Spielerverkäufe:

Lafnitz nach dem Umbruch: Transfers erwünscht Foto: © GEPA

Mit 22 Punkten aus dem Herbst platziert sich der SV Lafnitz vor dem eigenen Frühjahrsstart im Tabellenmittelfeld der Admiral 2. Liga. Am Freitag haben die Steirer im Top-Spiel den SKN St. Pölten zu Gast (ab 20:30 Uhr im LIVE-Stream>>>).

Für Lafnitz kommt es dabei zum Wiedersehen mit Ex-Coach Philipp Semlic, der in der Winterpause von den "Wölfen" verpflichtet wurde. In Lafnitz hat indes seit dem Herbst Robert Weinstabl das Traineramt inne.

"Philipp hat hier einen super Job gemacht und gemeinsam mit Herrn Loidl das kleine Lafnitz im österreichischen Profifußball bekannt gemacht. Die Plattform für junge Spieler von der DSM-Akademie Hartberg über Lafnitz zu unseren Kooperationsklubs ist nun ein anderer", so Weinstabl.

Alles neu beim Dorfverein

Im DSM-Netzwerk des Schweizers Martin Dellenbach sollen junge Talente an den Profifußball geführt werden. Gearbeitet wird nicht mehr nur für den "Dorfklub", sondern als Teil eines Netzwerks mit den Kooperationsklubs Hartberg und Viktoria Pilsen (International statt regional? Das ist "Lafnitz-Neu" >>>).

Der Altersschnitt der Lafnitzer Zweitligamannschaft liegt bei 21,9 Jahren. Als Weinstabl im September auf Michael Steiner folgte (Nach Kündigung: Lafnitz-Coach schweigt über "die Ex" >>>), habe deshalb eine intensive Zeit auf ihn gewartet: neue Spieler, neuer Staff, viele neue Abläufe.

"Gleichzeitig ging es nach dem totalen Umbruch im Sommer auch darum, neue Strukturen zu schaffen. Und so nebenbei ist die 2. Liga für uns auch in jedem Spiel ein Überlebenskampf."

Anpassen und adaptieren - nicht nur Trainer Robert Weinstabl brauchte Zeit, sich einzufinden
Foto: © GEPA

Der "Überlebenskampf" war im Herbst von zahlreichen Höhen und Tiefen geprägt. Siege und Niederlagen wechselten sich ab, drei Niederlagen in Folge - darunter hohe Pleiten gegen die SV Ried (0:5) und Liefering (1:6) - wurden mit einem 4:2-Sieg gegen Kapfenberg zur Winterpause gekontert.

"Eine Challenge"

Die 2. Liga bezeichnet Weinstabl nicht nur deshalb als "Challenge" für junge Mannschaften: "Das haben die letzten Jahre auch die Ergebnisse von Rapid II, die Young Violets, Sturm II oder Liefering gezeigt."

Auch ein Grund sei nämlich die Erfindung des "SV Lafnitz neu" gewesen - im Laufe der Herbstsaison hätte man viele Inhalte anpassen müssen, im Sommer habe man bereits viel adaptiert. "Vor allem den neuen Trainingsprozess mussten die Jungs erstmals verarbeiten", erklärt Weinstabl.

Man müsse auch bedenken, dass man Spieler im Kader habe, "die mit wenig Spielpraxis nach Lafnitz gekommen sind, oder im Erwachsenenbereich erst so richtig Fuß fassen."

André Leipold spielte sich in Lafnitz ins Rampenlicht
Foto: © GEPA

"Dann haben wir alles richtig gemacht"

Lafnitzs "neuer" Weg trägt dabei bereits Früchte. Mit acht Treffern im Herbst konnte insbesondere André Leipold (22) aufzeigen. Ihn werde man "hoffentlich nicht mehr lange" in Lafnitz sehen, erklärt Weinstabl. Dann habe man nämlich alles richtig gemacht.

Er fügt hinzu: "Wenn André im Sommer den nächsten Schritt macht, dann haben wir genau jenen Teil erfüllt, für welchen unsere DNA steht. Wir wollen Talente wie ihn nicht langfristig binden, sondern ihnen so schnell wie möglich zum nächsten Schritt verhelfen."

"Ich hoffe, er wird nicht mehr lange in Lafnitz zu halten sein. Dann haben wir gemeinsam vieles richtig gemacht."

Robert Weinstabl über André Leipold

Bei Lafnitz-Topscorer Jurica Poldrugac (26) hat das bereits funktioniert: Der Angreifer wechselte im Winter in die kroatische Liga, spielt nun bei NK Varazdin. 

Vucenovic-Transfer: Nur Gewinner

Im Winter verstärkte sich Lafnitz noch einmal in der Defensive, Florian Freisegger (Leoben) und Mario Pejazic (Liefering) wurden für die Außenverteidigerpositionen verpflichtet.

Zudem wurden mit Mink Peeters (mehr dazu >>>), Florian Visna und Mario Vucenovic (Wiener Sport-Club) neue Offensivkräfte geholt. Letzteren kennt Weinstabl noch bestens aus seiner Zeit in Dornbach. 

Weinstabl sieht den Transfer als "Win-Win-Situation": "Er wird uns mit seiner positiven Energie, seinen Speed und seinen Torinstinkt bereichern und umgekehrt werden wir ihm die bestmögliche Entwicklungsplattform bieten."

Kommentare