Treichl glaubt in der Bob-Königsklasse an eine Medaille
Der Tiroler ließ mit starken Trainings im Viererbob aufhorchen. Debütant Mandlbauer hofft auf die Top 15.
Die Königsklasse beschließt am Wochenende die olympischen Bewerbe im Eiskanal Eugenio Monti in Cortina d'Ampezzo.
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Markus Treichl (mit Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber) und Jakob Mandlbauer (mit Sebastian Mitterer, Daiyehan Nichols-Bardi und Daniel Bertschler) haben im Viererbob meist bessere Resultate als im Zweier erreicht und wollen dies auch am Samstag (10.00 Uhr/1. und 2. Lauf) und am Sonntag (10.00 Uhr/3. und 4. Lauf) unter Beweis stellen.
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Treichl überzeugte in den vier Trainings am Mittwoch und Donnerstag. Der 32-jährige Tiroler war nie schlechter als Siebenter, fuhr einmal Laufbestzeit und schaffte mit dem inklusive Crew rund 630 kg schweren Schlitten einmal die schnellste Startzeit.
Bringt er diese Leistung im Rennen, ist auch eine Medaille nicht außer Reichweite. "Die Trainings sind sehr gut gelaufen. Jetzt muss ich darauf achten, konstante Läufe herunterzubringen", erklärte Österreichs bester Bobpilot. Auch die Generalprobe auf der neuen Eisbahn in Cortina im November mit Rang vier gibt ihm Zuversicht.
Favoriten kommen aus Deutschland
Favorisiert sind die deutschen Bobs, die im Zweier alle Medaillen abgeräumt haben. Zweier-Sieger Johannes Lochner strebt das Double an, Titelverteidiger Francesco Friedrich sein fünftes Olympia-Gold.
"Wir haben schon den einen oder anderen deutschen Bob geschlagen. Ich glaube, wir haben gute Chancen, wenn wir unsere Fehler minimieren", sagte Treichl. Zu rechnen ist aber auch mit dem italienischen Lokalmatador Patrick Baumgartner, der im Training mit der Bahn bestens zurechtkam.
Mandlbauer hofft bei Premiere auf Top-15
Olympia-Debütant Mandlbauer hat im Zweier den Finallauf der besten 20 um einen Platz verpasst, den strebt er nun für Sonntag an. "Die Jungs wollen ins Finale und mehr Richtung Top 15. Wir haben nun besser abgestimmte Kufen und wollen uns auch am Start steigern. Ich bin sehr zuversichtlich, für den Vierer brennt die Mannschaft ohnehin noch ein bisserl mehr", erklärte der 27-Jährige.
Im Training fuhr er regelmäßig unter die besten 15. "Ich hoffe, dass ich eine Linie finde, die ich viermal konstant fahren kann. Wenn ich die Läufe im Wettkampf genauso wie im Training treffe, bin ich sehr zufrieden", sagte Mandlbauer.