Aus für Olympia 2026 in Graz

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Das Österreichische Olympische Komitee zieht überraschend seine Bewerbung für die Austragung der Olympischen Spiele 2026 in Graz zurück.

"Das ÖOC muss aufgrund der derzeit herrschenden politischen Diskussionen mit großem Bedauern feststellen, dass ein klares politisches Bekenntnis bzw. eine entsprechende Unterstützung durch die steirische Landesregierung – vom ÖOC von Beginn an als obligatorisch erachtet – bis heute nicht erfolgt ist. Unter diesen Umständen ist ein Projekt dieser Dimension nicht umsetz- und international kaum vertretbar", so die Begründung des ÖOC.

Man habe das IOC darüber in Kenntnis gesetzt, dass "die laufenden Bewerbungs-Gespräche beendet werden, um keine weiteren Kosten zu verursachen", heißt es in einer Aussendung.

Von Volksbefragung zum Aus binnen weniger Stunden

Vor rund einer Woche wurde die Machbarkeitsstudie zu "Graz 2026" vorgestellt, erst am Freitag wurde der Termin für eine landesweite Volksbefragung in der Steiermark zur Bewerbung bekanntgegeben.

Am Dienstag wurde im Landtag jedoch beschlossen, dass das Land Steiermark keine Haftungen übernehmen wird.

"Wir bedauern, unseren Top-Athleten und den Wintersport-Fans diese einmalige Chance, Olympische Heim-Spiele, in naher Zukunft nicht ermöglichen zu können“, betonen ÖOC-Präsident Karl Stoss und ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Das ÖOC hofft, "dass mit der Machbarkeitsstudie und den bereits geleisteten Organisationsarbeiten eine mögliche Basis für zukünftige Bewerbungsverhandlungen geschaffen wurde. An den Voraussetzungen, dass eine Wintersport-Nation wie Österreich nachhaltige Winterspiele zu organisieren vermag, hat sich aus ÖOC-Sicht jedenfalls nichts geändert".

Zuletzt und insgesamt zweiten Mal fanden die Winterspiele in Österreich 1976 in Innsbruck statt. Salzburg scheiterte im Bemühen um die Spiele 2010 und 2014, die an Vancouver bzw. Sotschi gingen. Graz hatte es für 2002 nicht in den Kreis der Kandidatenstädte geschafft.

Für 2026 sind noch Italien mit Turin, Mailand oder Cortina, Schweden mit Stockholm, die Türkei mit Erzurum, Kanada mit Calgary und Japan mit Sapporo im Rennen. Die Schweiz mit Sion hatte unlängst nach einer negativen Volksbefragung aufgegeben. Die Verlautbarung der Kandidatenstädte erfolgt im heurigen Oktober, die Vergabe im Herbst 2019.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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