Ina Meschik beendet ihre Snowboard-Karriere

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Rücktritt im österreichischen Snowboard-Team: Parallel-Boarderin Ina Meschik beendet ihre aktive Karriere.

"Für meinen Rücktritt gibt es nicht einen speziellen Grund", erklärt Meschik. "Zusammen mit meinen Einsätzen im Nachwuchsbereich war ich 13 Saisonen unterwegs, daher war es jetzt für mich an der Zeit, am Fundament für meine berufliche Zukunft zu bauen. Im Moment absolviere ich eine Ausbildung beim Bundesheer, die mir sehr gut gefällt. Ich möchte all die Erfahrungen, die ich im Snowboard-Zirkus gemacht habe, nicht missen – unabhängig davon, ob es gute oder schlechte gewesen sind."

Schlechte Rahmenbedingungen

Ihre Entscheidung erleichtert haben die aus Athletensicht unerfreulichen Rahmenbedingungen im Snowboard-Weltcup. „Der Rennkalender ist äußerst löchrig“, so Meschik, „und gerade im vergangenen Winter wurden die wenigen Bewerbe bei oft widrigen, teils unfairen Bedingungen durchgepeitscht.“

Meschiks Motivation litt auch unter Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen in Korea, wo am Vorabend der Qualifikation der Austragungsmodus geändert worden war. „So etwas darf einfach nicht passieren. Wenn Regeln der FIS (Weltverband, Anm.) im Handumdrehen geändert oder sogar gebrochen werden, kann man sich auf nichts mehr verlassen.“

Sie sei nun eben nicht mehr bereit, ihre Existenz von Unwägbarkeiten wie der Willkür von Verantwortlichen oder purem Glück abhängig zu machen, so Meschik. „Das Risiko ist zu groß. Daher muss ich dem Ganzen den Rücken kehren.“

Knapp an Olympia-Medaille vorbei

Die 28-jährige Kärntnerin gehörte elf Saisonen lang dem ÖSV-Weltcup-Team an. Neben dem Triumph im Parallelriesentorlauf in Carezza (ITA) im Dezember 2016 fuhr die Villacherin sieben weitere Podestplätze im Weltcup ein. In der Saison 2015/16 landete Meschik in der Weltcup-Disziplinenwertung des Parallelslaloms auf Platz drei.

Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 schrammte Meschik als Vierte im Parallelriesentorlauf nur hauchdünn an einer Medaille vorbei. Ein sechster Rang in Vancouver 2010 (PGS) sowie achte Plätze in Sotschi (PSL) und Pyeongchang 2018 (PGS) stehen bei Olympia für Meschik ebenfalls zu Buche.

Bei Teilnahmen an vier Weltmeisterschaften war ein achter Rang beim Parallelriesentorlauf in der Sierra Nevada (ESP) im Jahr 2017 ihre beste Platzierung.

Textquelle: © LAOLA1.at

Sölden: Hirscher-Spitze gegen Ligety - US-Boy antwortet

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare