Aschenwald überzeugt in Garmisch-Quali

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Die Qualifikation für den zweiten Bewerb der Vierschanzen-Tournee in Garmisch-Partenkirchen endet für Philipp Aschenwald erfreulich: Der Tiroler sichert sich mit der Tageshöchstweite von 140 Metern den zweiten Platz.

Ihm fehlen lediglich 0,1 Punkte auf den deutschen Sieger Karl Geiger. Der japanische Oberstdorf-Gewinner Ryoyu Kobayashi (-1,8 Punkte) sichert sich den dritten Rang.

Im Neujahrsspringen am Mittwoch (14:00 Uhr) sind alle sieben ÖSV-Adler mit dabei. Mit Stefan Kraft landet als Siebenter (137m) ein weiterer Österreicher in den Top-10. Michael Hayböck (135) qualifiziert sich als 16., dahinter landet Daniel Huber (133,5) auf Rang 19. Jan Hörl (132,5) wird 22., Clemens Leitner (125) 42. und Gregor Schlierenzauer (119,5) landet auf Rang 44.

Damit kommt es wie beim Auftakt in Oberstdorf zum ÖSV-internen Duell zwischen Stefan Kraft und Gregor Schlierenzauer.

Kraft über Ergebnis "glücklich"

Kraft, der zum Auftakt Vierter geworden war, war mit Schnupfen und Halsweh aufgewacht. Der Gesundheitszustand seines Spitzenspringers besorgte ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder aber nicht. "Beim Skispringen macht es nicht unbedingt extrem viel aus, wenn man angeschlagen ist. Wenn man zu viel Fieber hat, wird es schwierig, aber das ist beim Krafti nicht der Fall."

Der Salzburger selbst fühlt sich auch auf dem Weg der Besserung, vor der naturgemäß kurzen Silvesterparty wird noch ein Gesundheitsschläfchen eingelegt. Der 5-Punkte-Abstand auf die Spitze störte ihn nicht. "Der Tag an der Schanze war sehr gut, der macht mich glücklich. Gute, solide Sprünge und knapp hinter dem Ersten - sicher viel wert", sagt Kraft, der den zweiten Trainingssprung "zum Kräftesparen" ausgelassen hatte.

Aschenwald träumt von ersten Welcupsieg

Überflügelt wurde er teamintern von Aschenwald, der die Bestweite setzte und am Dienstag nach eigenem Bekunden die Topfavoriten ärgern will. "Ich zähle den zu den paar besten Sprüngen dazu, die ich in diesem Jahr gemacht habe", meint der Sechste von Oberstdorf.

"Das fühlt sich hier richtig lässig an." Neujahrsvorsätze habe er noch nie verfasst, so der 24-Jährige, Neujahrswünsche habe er hingegen viele. "Den ersten Weltcupsieg feiern", gehört dazu.

Möglicherweise auf der Olympia-Schanze von Garmisch, die in den vergangenen zwei Jahren aber zur ÖSV-Problemschanze avancierte. 2019 war Huber als 15. der Beste, 2018 Schlierenzauer als 19. Von den vier Tournee-Bakken liegt dieser auch Ex-Weltmeister Kraft am wenigsten. Nach missglückten Sprüngen und verlorenen K.o.-Duellen mit den Außenseitern Constantin Schmid (GER/2019) und Ziga Jelar (SLO/2018) scheiterte er zuletzt zweimal im ersten Durchgang.

Den bisher letzten der insgesamt 14 österreichischen Tagessiege in Garmisch feierte der spätere Tournee-Sieger Thomas Diethart 2014. Zuletzt das Podest erreicht hat Kraft als Dritter 2017, ÖSV-Rekordsieger ist Schlierenzauer, der hier schon dreimal (2008, 10, 12) triumphiert hat. Auch der derzeitige Cheftrainer Andreas Felder ist ein Garmisch-Sieger (1991,1992).

Die wichtigsten K.o.-Duelle:

Jan Hörl - Philipp Raimund (GER)
Daniel Huber - Simon Ammann (SUI)
Michael Hayböck - Martin Hamann (GER)
Clemens Leitner - Johann Andre Forfang (NOR)
Stefan Kraft - Gregor Schlierenzauer
Philipp Aschenwald - Gregor Deschwanden (SUI)
Ryoyu Kobayashi (JAP) - Filip Sakala (CZE)
Karl Geiger (GER) - Moritz Bär (GER)

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