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Hörl gegen Embacher: "Wir haben es uns schon gegeben"

Der ÖSV-Jungstar wollte dem routinierteren Hausherren noch den zweiten Tournee-Platz abluchsen. Das gelang ihm zwar nicht, doch die Freude war bei beiden groß.

Hörl gegen Embacher: "Wir haben es uns schon gegeben" Foto: © GEPA

Vor dem finalen Bewerb der Vierschanzentournee in Bischofshofen war die Frage nicht, ob Domen Prevc den Gesamtsieg noch herschenken könnte, sondern welcher ÖSV-Adler schneidet letzten Endes am besten ab: Jan Hörl oder Stephan Embacher?

Die Antwortet lautet Jan Hörl. Der Hausherr auf der Paul-Außerleitner-Schanze verwies seinen 19-jährigen Teamkollegen um 2,7 Punkte auf den dritten Endrang, naturgemäß war die Freude darüber, gemeinsam am Podium zu stehen, aber groß.

Endstand der Vierschanzentournee 2025/26 >>>

"Es ist so geil, mit Jan am Podium zu stehen. Wir haben es uns schon gegeben, aber ich vergönne es ihm von Herzen. Er ist immer für mich da", sagt Embacher im "ORF"-Interview.

Dass der Tiroler die Tournee am Podest abschließe, hätte er sich nie gedacht. "Ich habe davor schon coole Sprünge gezeigt, aber die Konstanz war nicht da. Ich habe es nicht erwartet, dass ich bei jeder Station so coole Sprünge mache. Ich freue mich richtig", so der Brixentaler.

"Letztes Jahr habe ich mir in den Arsch gebissen"

Auch Hörl kann sich dieses Jahr über den zweiten Platz in der Gesamtwertung freuen. Vergangenes Jahr hatte er den möglichen Gesamtsieg im zweiten Durchgang mit einer verpatzten Landung selbst verschenkt.

"Letztes Jahr habe ich mir etwas in den Arsch gebissen", gab der Bischofshofener zu. "Wieder ein zweiter Platz, ich bin megahappy, es war eine sehr gute Tournee. Domen war einfach unfassbar, er ist nicht zu biegen gewesen."

Der Podestplatz in Garmisch-Partenkirchen sei sein persönliches Highlight dieser Tournee. Hinzu kommen vierte Plätze in Oberstdorf, Innsbruck und Bischofshofen. "Es scheint so, dass ich den gepachtet habe", lächelte Hörl.

"Jetzt bin ich etwas müde"

Der fünffache Weltcup-Sieger hatte nach einer starken Vorbereitung einen etwas holprigen Start in den Olympia-Winter hingelegt. "Es war nicht ganz so einfach vor der Tournee", so Hörl.

Die kurze Weihnachtspause hätte geholfen, um den Kopf freizubekommen. "Deshalb bin ich mit der Tournee sehr zufrieden", sagte der Salzburger und fügte an: "Jetzt bin ich etwas müde."

Zeit für eine angemessene Feier mit dem ÖSV-Team inklusive Abschied des zurückgetretenen Daniel Huber bleibt aber trotzdem.

Das Endergebnis des Springens in Bischofshofen:

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