Tschofenig springt bei Prevc-Double in Sapporo auf das Podest
Gutes mannschaftliches Ergebnis der ÖSV-Adler, Prevc bejubelt seinen neunten Saisonsieg. Kraft in Quali disqualifiziert.
Starke Leistung der ÖSV-Adler in Sapporo!
Daniel Tschofenig schafft es beim zweiten Wettkampf auf der Großschanze auf den dritten Platz und sorgt damit für ein ÖSV-Podest. Lediglich der slowenische Saison-Dominator Domen Prevc und Ryoyu Kobayashi (JPN) landen vor dem Kärntner (-11,9).
Der erste Sprung ist schon ganz gut gewesen, im zweiten habe ich dann noch einen draufgelegt", sagte Tschofenig, der von einem "sehr coolen Wochenende" sprach. "Wir dürfen zufrieden heimfliegen. Ich glaube, wir haben noch ein bisschen was an Potenzial übrig fürs nächste Wochenende." Dann steht in Oberstdorf die Skiflug-WM auf dem Programm. Er freue sich auf die nächsten Tage und Wochen, sagte Tschofenig. "Da steht noch viel für uns an."
Prevc holt sich dabei mit zwei Sprüngen auf 137,5 Meter und 136,5 Meter den neunten Saisonsieg und baut seine Führung im Gesamtweltcup aus. Zudem darf sich der Slowene nach dem Sieg beim ersten Bewerb am Samstag über ein Sapporo-Double freuen.
Der japanische Lokalmatador Ryoyu Kobayashi landet indes auf dem zweiten Platz (-3,5).
Fünf ÖSV-Adler in den Top-8
Die ÖSV-Adler sorgen für ein weiteres starkes mannschaftliches Ergebnis. Manuel Fettner fällt nach dem dritten Platz im ersten Durchgang in seiner Abschiedssaison noch hinter Tschofenig auf den vierten Rang zurück (-14,8). Fettner verpasste zwar seinen zweiten Saisonpodestplatz nach Rang drei zuletzt in Zakopane, holte aber sein viertes Top-Ten-Ergebnis in Folge.
Der 40-Jährige, der seine Karriere nach dieser Saison beenden wird, darf sich damit zusehends größere Olympia-Hoffnungen machen. "Vor allem der erste Sprung war wieder richtig gut", meinte der Tiroler. Im zweiten Durchgang habe er zu viel attackiert. Ein Skifehler über dem Vorbau habe ihm einiges gekostet.
Mit seiner Sprungperformance, dem Set-up und dem Verlauf des Wochenendes sei er "sehr zufrieden", betonte Fettner. "Ein bisschen schade ist natürlich, zwei Podestplätze ein bisschen hergeschenkt zu haben."
Ebenso schaffen es Jan Hörl (5./-26,8), Maximilian Ortner (7./-30,9) und Stephan Embacher (8./-35,1) unter die Top-8. Auch Jonas Schuster verbessert sich im Finaldurchgang und kommt letztlich auf den 18. Platz (-55,9) vor.
Kraft wird in Quali disqualifiziert - Kasai scheitert
Hingegen verpasst mit Stefan Kraft ein ÖSV-Athlet den zweiten Bewerb. Der Salzburger wird in der Qualifikation wegen einer nicht regelkonformen Beinlänge um fünf Millimeter disqualifiziert.
"Es ist ein bisschen blöd gelaufen", schilderte ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl. Das Team war davon ausgegangen, dass beim zuletzt im Sommer verwendeten Anzug alles passe. "Kann passieren, sollte aber nicht passieren", meinte Widhölzl. "Es ist uns eine Lehre gewesen, dass wir noch genauer darauf schauen müssen."
Die japanische Skisprunglegende Noriaki Kasai landet in der Quali nur am 56. Platz und verpasst erneut den Bewerb.
Nun steht in der kommenden Woche die Skiflug-WM im deutschen Oberstdorf an.