Schlierenzauer bester ÖSV-Adler in Ruka

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Nach der Schlappe im ersten Einzel-Bewerb der Saison in Wisla fliegen Österreichs Skispringer auch in Ruka an den Top-Plätzen vorbei.

Bester ÖSV-Adler ist Gregor Schlierenzauer auf Rang zwölf, Daniel Huber belegt Platz 14. Manuel Fettner wird 22., Stefan Kraft kommt nicht über Rang 26 hinaus.

Den Sieg nach einem Durchgang (Wind) holt sich Ryoyu Kobayashi. Der Japaner feiert vor den beiden Polen Kamil Stoch (-2,1 Pkt.) und Piotr Zyla (-7,0) seinen ersten Weltcupsieg.

Philipp Aschenwald (42.), Clemens Aigner (44.) und Michael Hayböck (55.) verpassen die Punkteränge.

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"Ein paar sind mit Herz gesprungen"

Für Weltcup-Rekordsieger Schlierenzauer, der in Wisla in der Vorwoche als 48. die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst hatte, war es das beste Ergebnis seit 29. Jänner 2017, als er in Willingen zu Rang sieben gesprungen war.

"Mit ihm bin ich sehr zufrieden, überhaupt auf Wisla rauf", meinte Cheftrainer Andreas Felder, der auch Daniel Hubers 14. Platz durchaus solide fand: "Er war nach seinem 100-m-Sprung im Training ein bisschen verunsichert", meinte Felder. "Es war schwierig für alle. Es hat keiner so richtig gewusst, wie er sich darauf einstellen soll. Aber ein paar sind mit Herz gesprungen, die haben es eigentlich recht gut runtergebracht."

Dem 56-jährigen Tiroler war klar, dass es bis zum Sonntag, an dem für 17 Uhr (MEZ) das zweite Ruka-Springen angesetzt war, etwas geschehen muss. Denn Stefan Kraft (26.) oder Michael Hayböck (55.) sprangen - wie schon in Wisla - hinterher.

"Da müssen wir schauen, dass sie sich bis morgen wieder steigern. Dass sie sich mit der Schanze anfreunden und mit Vertrauen springen", befand Felder, für den der Blick auf die Gesamtwertung nach zwei Springen aktuell ein ernüchternder ist: Huber belegt als bester rot-weiß-roter Adler Platz 18, Schlierenzauer ist 20., der Gesamtvierte 2017/18 Kraft nur 26.

Auch hier liegt Ryoyu Kobayashi mit 160 Punkten vor Weltcup-Titelverteidiger Stoch (130) und Klimow bzw. Zyla (je 100). Der Mann der Stunde zog am Samstag mit seinem um fünf Jahre älteren Bruder Junshiro gleich, der auf Platz 17 segelte: Bei beiden steht nunmehr je ein Weltcup-Sieg auf der Visitenkarte.

Wind sorgt für Verschiebungen

Die zweite Weltcup-Station der Skispringer wird zum Geduldsspiel: Einmal mehr sorgt Wind in Ruka/Kuusamo für Verschiebungen.

Nachdem am Freitag weder Training noch Quali möglich sind, wird auch das Programm am Samstag gehörig verblasen. Am Morgen kann zumindest ein Trainings-Durchgang absolviert werden.

Die Qualifikation wird zunächst auf Nachmittag verschoben, dann aber abgesagt. Der Wettkampf, der mit allen 65 Springern durchgeführt wird, muss um über eineinhalb Stunden nach hinten verschoben werden und kann daher nur in einem Durchgang stattfinden.

Am Sonntag steht in Ruka ein weiterer Einzelbewerb auf dem Programm.

Textquelle: © LAOLA1.at

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