Kraft spricht sich für Kuttin-Verbleib aus

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Die ÖSV-Adler sind auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Die Saison 2017/18 endet für die heimischen Skispringer ohne Sieg - erstmals seit 2000/01 und zum erst dritten Mal überhaupt.

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin steht nicht erst seit den verpatzten Olympischen Spielen, bei denen Österreich ohne Medaille blieb, in der Kritik. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Ernst Vettori kündigten Analysen und Gespräche nach Saisonende an.

Stefan Kraft wünscht sich, dass Kuttin, dessen Vertrag noch bis nach der Heim-WM 2019 läuft, im Amt bleibt. "Ich kann mit dem Trainerteam so gut arbeiten, es passt super für mich. Ich glaube nicht, dass man da was verändern muss."

Der 24-Jährige, der für acht von insgesamt neun ÖSV-Podestplätzen in dieser Saison verantwortlicht ist, will aus seinen Fehlern in dieser Saison lernen.

Hayböck punkto Trainer zurückhaltend

Michael Hayböck blickte stellvertretend für die anderen schwer geschlagenen ÖSV-Springer auf einen durchwachsenen Winter zurück. "Es war sicher eine sehr, sehr schwierige Saison, die von vielen Sachen geprägt war, die ich mir nicht gewünscht hätte", meinte der Oberösterreicher.

Seine Verletzung zu Saisonbeginn, der Sturz bei der Skiflug-WM und die Magen-Darm-Erkrankung am Ende hätten stabile Leistungen erschwert, so der einmal auf Platz drei gelandete Zimmerkollege von Kraft. "Ein Podestplatz ist besser als keiner, ich war aber schon andere Sachen gewohnt. Es waren aber trotzdem schöne Sachen dabei."

Zu möglichen Veränderungen im Trainerumfeld gab er sich zurückhaltend und selbstkritisch. "Sicher macht man sich Grundgedanken, aber ich bin einer, der bei sich selber schaut. Da bin grundsätzlich ich gefragt, das Umfeld muss dazupassen. Ich bin selbst gespannt, was passieren wird."

Kuttin "frohen Mutes in die Analyse"

Kuttin ist sich sicher, dass seine Truppe von der schwierigen Saison auch profitieren könne. "Weil es so schwer war, weil wir sehr viel Kritik bekommen haben, genau deswegen wird das die Mannschaft stärken, vor allem die Athleten wissen damit umzugehen."

Es gebe aber natürlich auch einiges aufzuarbeiten. "Ich glaube auch, dass es sicher ein paar Dinge gibt, die zu besprechen sind, dann wird man wieder nach vorne schauen und den Plan machen." Er gehe jedenfalls "frohen Mutes in die Analyse", nach der die Verbandsführung auch über seine Zukunft entscheiden wird.

Sollte sich der ÖSV dafür entscheiden, nicht mit Kuttin in die kommende Saison und damit in die Heim-WM in Seefeld zu gehen, stellt sich die Frage nach möglichen Nachfolgern.

Mit Alexander Stöckl, der bei den Norwegern noch bis 2022 unter Vertrag steht, und Stefan Horngacher, der seinen Vertrag in Polen verlängert hat, sind bereits zwei potenzielle Kandidaten definitiv aus dem Rennen. Auch Werner Schuster wird wohl mindestens bis zum Ende seines Vertrages 2019 Trainer der Deutschen bleiben.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Skispringen: Stefan Horngacher verlängert in Polen

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