Hörl verspricht Attacke: "Das Ziel ist eine Medaille"
Der Salzburger liegt nur wenige Punkte hinter dem drittplatzierten Marius Lindvik. Weniger gut läuft es für Daniel Tschofenig, bei dem "der Hund überall begraben" ist.
Die ersten beiden Durchgänge bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf sind mit der erwartbaren Zwischenführung für Domen Prevc zu Ende gegangen.
Der Vierschanzentournee-Sieger verschaffte sich für das Finale am Samstag (16:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) einen Vorsprung von 14,0 Punkte auf Ren Nikaido (JPN). Marius Lindvik (NOR) lag 21,9 Punkte dahinter.
Doch auch Jan Hörl hatte als Vierter nur 6,8 Punkte Rückstand auf eine Medaille. ÖSV-Adler mischt bei Skiflug-WM um Medaille mit >>>
Hörl machte acht Plätze gut
Nach dem ersten Durchgang lag der Salzburger noch auf Rang zwölf, konnte sich aber im zweiten Sprung deutlich steigern.
"Der Sprung ist mir sehr gut gelungen. Es war sehr cool, viele so weite Flüge habe ich noch nicht gehabt, aber sie häufen sich", resümierte er im "ORF"-Interview.
Für das Finale hatte der 27-Jährige ein klares Vorhaben: "Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, ich kann das morgen bestätigen. Natürlich ist das Ziel eine Medaille, ganz klar."
Embacher hatte mit Bedingungen zu kämpfen
Stefan Embacher belegte sowohl in der Qualifikation als auch im Probedurchgang den zweiten Rang und war aus österreichischer Sicht durchaus der Favorit auf Edelmetall.
Doch bereits bei seinem ersten Sprung herrschte starker Rückenwind. Dennoch bemängelte der 20-Jährige auch seinen Sprung selbst: "Der war zu scharf, dann habe ich gleich einmal einen Skifehler gehabt", stellte der Tournee-Dritte fest.
Auch mit dem zweiten Versuch zeigte er sich nicht zufrieden: "Das waren einfach zwei schlechtere Sprünge. Ich wollte einfach zu viel, das stört mich ein bisschen, weil ich es eigentlich im Griff habe", so der Tiroler.
Am Ende des Tages belegte Embacher den achten Platz. Auf das Podium fehlten ihm 22,4 Punkte.
Kraft: "Springe immer zwischen 210 und 220 Meter"
Von Platz zwölf konnte sich Stefan Kraft noch auf den zehnten Rang verbessern und zeigte sich mit dem zweiten Durchgsng zufrieden.
Nach dem ersten Flug wirkte der Titelverteidiger noch ratlos. "Es hat sich der erste Sprung auch gut angefühlt und die Trainer waren auch nicht unzufrieden. Ein bisschen zu viel Gas gegeben, das war im zweiten sicher besser", erklärte der Salzburger.
Dennoch hätte er sich mehr erhofft: "Ich habe mir gedacht, dass es ein bisschen mehr wert sein kann, aber der Jan (Hörl, Anm) hat mich dann gleich eines besseren belehrt."
Sein Ziel für Samstag lautete wohl, einen Sprung über 220 Meter zu zeigen: "Wenn es einen Weitenmesser von 215 Meter geben würde, würde ich ihn persönlich kennen. Ich springe immer zwischen 210 und 220 Meter, egal welcher Wind und welches Gate. Es ist nicht schlecht aber ein 220- oder 230-Meter-Sprung wäre schon mal schön", scherzte er.
Tschofenig: "Hund ist überall begraben"
Nicht so gut lief es hingegen für Daniel Tschofenig. Er musste vorerst mit Rang 24 vorliebnehmen und ist "noch gar nicht ins Fliegen gekommen".
An einem bestimmten Fehler lag es laut dem 23-Jährigen nicht: "Ich glaube, der Hund ist gerade echt überall begraben. Beim Anlauf habe ich sehr große Probleme, standmäßig und speedmäßig."
Dennoch wolle der Kärtner nicht aufgeben. Es seien keine Probleme, die man nicht in den nächsten Tagen beheben könne. Auch Manuel Fettner kam nicht über Rang 21 hinaus.