Marco Schwarz sichert sich Slalom-Kristallkugel

Marco Schwarz sichert sich Slalom-Kristallkugel
 

Der zehnte von elf Saison-Slaloms verlangt den Torlauf-Artisten im Weltcup alles ab und endet mit einem Riesen-Erfolg für Marco Schwarz, der vorzeitig den Disziplinen-Weltcup für sich entscheidet!

Beim Schneeregen, schlechter Sicht und auf einer typischen Salz-Piste mit vielen Schlägen und Rillen fordert der auch bei Schönwetter nicht leichte Hang in Kranjska Gora viel Konzentration und eine genaue Fahrweise. Clement Noel (9. Sieg) gewinnt das Rennen vor seinem französischen Landsmann Victor Muffat-Jeandet (+0,62).

Alexis Pinturault, Vierter nach dem 1. Lauf, fädelt hingegen ein und nimmt keine weiteren Weltcup-Punkte mit zum großen Finale nach Lenzerheide. Pinturault (1100 Zähler) startet also mit 31 Punkten Vorsprung auf Marco Odermatt (1069) in den großen Showdown um die große Kugel.

Marco Schwarz lässt sich von den argen Bedingungen genauso wenig beeindrucken wie von seinen Rücken-Problemen. Der Kärntner unterstreicht seine Konstanz in dieser Saison im Finale mit einem echten Sicherheitslauf, belegt den 7. Rang (+1,69) und erobert als Nachfolger von Marcel Hirscher (2018/19) und Henrik Kristoffersen (2019/20) seine erste kleine Kristallkugel. Alle Sieger im Slalom-Weltcup>>>

Schwarz ist beim Finale in der Lenzerheide nicht mehr einzuholen, da seine Konkurrenten Ramon Zenhäusern (3./+0,71) und Sebastian Foss-Solevaag (10./+2,10)) im Disziplinen-Weltcup mehr als 100 Punkte hinter dem 25-Jährigen liegen.

Manuel Feller wird unmittelbar vor Schwarz mit einem starken zweiten Lauf als Sechster bester Österreicher, auch Fabio Gstrein schafft den Sprung in die Top 10. Michael Matt scheidet mit bester Zwischenzeit aus, Adrian Pertl fällt auf Rang 17 zurück.

Christian Hirschbühel - Rang 27 nach dem 1. Durchgang - fädelt ein und scheitert im Finale.

Ergebnisse des Slaloms>>>

Alle Slalomsieger in Kranjska Gora>>>

"Der schönste 7. Platz meiner Karriere"

"Das ist der schönste siebente Platz meiner Karriere. Ich möchte mich bei allen bedanken, die geholfen haben. Auch bei den Physiotherapeuten, die mich in den letzten Tagen wieder hergerichtet haben, dass ich am Start stehen kann. Ich bin richtig dankbar", sagte Schwarz im ORF-TV.

Er hatte wegen Rückenschmerzen am Samstag auf ein Antreten im Riesentorlauf verzichtet, meldete sich am Sonntag aber fit zurück.

Die Bedingungen am Sonntag mit Schneefall, schlechter Sicht und Salzpiste waren schwierig. "Es war von der Piste her brutal zu fahren. Der Buckel tut weh, das war nicht optimal. Ich habe alles gegeben, mehr war von meiner Seite nicht möglich. Dass sich die Kugel ausgegangen ist, ist wunderschön."

Es ist die erste Slalomkugel für die ÖSV-Herren seit jener von Marcel Hirscher 2019, in der vergangenen Saison hatte es überhaupt keine gegeben.

Feller bester Österreicher

Feller war in den Geschicklichkeitsparcours bester Österreicher. "Unfahrbar war es nicht, da hatten wir schon schlimmere Rennen. Ich bin froh, dass mir ein guter zweiter Lauf gelungen ist, das war sehr passabel", erklärte der Tiroler.

Fabio Gstrein landete auf Rang neun (+1,87), Vizeweltmeister Adrian Pertl wurde 17. (+2,41). Michael Matt schied nach Zwischenbestzeit im zweiten Durchgang aus, in dem sah auch Christian Hirschbühl das Ziel nicht. Marc Digruber und Johannes Strolz scheiterten bereits im ersten Durchgang.

Bitter endete das Rennen für den Franzosen Alexis Pinturault. Der Halbzeitvierte schied im Finale aus, damit nimmt er nur 31 Zähler Vorsprung auf den Schweizer Marco Odermatt im Gesamtweltcup mit in die Finalwoche nach Lenzerheide.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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