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Schröcksnadel: "Hirscher hat einen Fehler gemacht"

LAOLA1 Foto: ©

Marcel Hirscher ist der große Abwesende beim Weltcup-Auftakt in Sölden. 

Der sechsfache Gesamtweltcup-Sieger leidet nach wie vor an den Folgen seiner Knöchelverletzung und wird am Sonntag wohl nicht einmal als Zuschauer an der Strecke stehen. 

"Marcel hat wirklich vor gehabt, in Sölden zu starten. Aber er hat einen Fehler gemacht und leider zu früh angefangen zu trainieren. Dadurch hat er Schmerzen bekommen", sagt ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.  

Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher erklärt gegenüber LAOLA1, wo Hirschers Probleme aktuell liegen: "Er hat muskuläre Schmerzen an der Seite, weil die Sehnen und Bänder noch nicht an die Belastung gewöhnt sind. Man muss ihm Zeit geben, damit sich das wieder beruhigt."

Comeback ungewiss

Hirscher stand Mitte Oktober nur wenige Wochen nach seinem Knöchelbruch erstmals wieder auf Ski. Laut Puelacher muss das kein "Fehler" gewesen sein. "Es ist schwer zu sagen, ob er zu früh wieder mit dem Skifahren angefangen hat oder ob es einfach die Belastung war, die die Schmerzen verursacht."

Wann Hirscher in den Weltcup zurückkehrt, sei derzeit jedenfalls ungewiss. Trainer und Präsident hoffen auf ein baldiges Comeback des ÖSV-Stars. 

"Er muss schauen, dass er schnell schmerzfrei wird und dann kommt er sicher bald zurück. Dann braucht er halt einige Trainingstage, aber ich bin mir sicher, er wird heuer wieder stark sein", sagt Schröcksnadel. 

Schröcksnadel will Ursachen für Verletzungen finden

Ähnliches erhofft sich Schröcksnadel auch von Anna Veith und Eva-Maria Brem auf der Damenseite. "Beide sind körperlich total fit. Es fehlt halt noch das entsprechende Training", so der Tiroler.

Nachdenklich machen den ÖSV-Präsidenten die vielen Verletzungen, nicht nur im ÖSV-Bereich. "Es muss dafür einen Grund geben. Den werden wir suchen und wenn wir ihn herausfinden, werden wir damit an die Öffentlichkeit gehen und das korrigieren", verspricht Schröcksnadel. "Es ist untragbar, sowohl für die jeweilige Nation als auch die Skifirma, dass sich jedes Jahr ein Viertel der Athleten verletzt."


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