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ÖSV-Slalomdebakel in Madonna: "Zu brav unterwegs"

Cheftrainer Pfeifer sieht aber nicht nur das Negative. Er nennt mögliche Erklärungen, warum die Ergebnisse aktuell ausbleiben.

ÖSV-Slalomdebakel in Madonna: "Zu brav unterwegs" Foto: © GEPA

Auch das neue Jahr hat für Österreichs Slalom-Asse keine Besserung gebracht. So wie in Alta Badia kurz vor Weihnachten fährt auch in Madonna di Campiglio kein ÖSV-Athlet in die Top 10.

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Beim Flutlichtspektakel sind die Österreicher nur Statisten, mit Michael Matt als Zwölftem und Johannes Strolz als 17. scheinen gar nur zwei im Klassement auf.

Cheftrainer Marko Pfeifer stellt klar: "Wir können nicht zufrieden sein."

Matt als Lichtblick

In seiner Einzelkritik versucht Pfeifer dennoch positive Aspekte zu finden: "Michael Matt hat phasenweise sehr schnelle Schwünge gezeigt. Manuel Feller war in Schlagdistanz zum Podium. Leider hat er dann im Steilhang zu viel riskiert."

Insgesamt bleibt aber die Erkenntnis: "Das Limit im Slalom ist nach oben gegangen, es fährt jeder auf der letzten Rille. Wir sind da wahrscheinlich zu brav unterwegs."

Das Niveau im Slalom sei aktuell extrem hoch. Die engen Abstände, wie sie vor allem im ersten Durchgang geherrscht haben, sind aber auch auf etwas anderes zurückzuführen: "Teilweise sind die Kurssetzungen im Weltcup zu leicht, da müssten schwierigere her, wie heute im zweiten Durchgang."

Feller verspricht weiter vollen Angriff

Auf diesem unrhythmischen Kurs nimmt sich Feller nicht zurück, denn er weiß: "Wenn ich nicht riskiere, bist du da schnell einmal 15. oder 20. - dafür fahre ich nicht Ski, ich will weiter nach vor."

Er versprach weiterhin vollen Angriff. "Ich kann nur weitermachen und alles geben, was ich habe. Vielleicht funktioniert es in Adelboden."

Dort wird der Slalom-Jänner schon in vier Tagen fortgesetzt. Wengen, Kitzbühel und Schladming folgen in engen Abständen.

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