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Kitz-Rennleiter verspricht "Streif, wie wir sie lieben"

Die Rennstrecke befinde sich trotz höherer Temperaturen in einem Top-Zustand. Die Abfahrt dürfte erst am Wochenende ihr wahres Gesicht zeigen.

Kitz-Rennleiter verspricht "Streif, wie wir sie lieben" Foto: © GEPA

Die Bühne für das spektakulärste Ski-Wochenende des Jahres steht. Hahnenkamm-Rennleiter Mario Mittermayer-Weinhandl verspricht nach einem "wie am Schnürchen" verlaufenen Aufbau eine "Streif, wie wir sie kennen und lieben".

"Ich nehme an, dass am ersten Trainingstag von einer handzahmen Streif gesprochen werden wird. Das wird sich im Verlauf der Woche aber noch entwickeln."

Wie in den vergangenen Jahren wurde die berühmteste Abfahrt der Welt mit Wasserwerfern präpariert. "Die Feuchtigkeit ist noch drinnen und wird in den nächsten Tagen nach oben kommen. Dann wird sie auch noch glatter", prognostizierte Mittermayer-Weinhandl im APA-Gespräch.

Teils höhere Temperaturen hätten der im Schnitt 80 Zentimeter dicken Kunstschneeauflage aufgrund der Nord-West-Ausrichtung des Hanges nicht viel angetan.

Kilometerlange Netze und ein Millionen-Budget

Der Großteil der Strecke besteht aus Maschinenschnee. Der Neuschnee im Vorfeld wurde für die Sturzräume verwendet. "Wir hatten nicht nur auf der Rennlinie, sondern auch daneben perfekte Bedingungen zum Arbeiten", betonte Mittermayer-Weinhandl. "Unser Sicherheitsteam hatte eine supergute Unterlage, um alle Zäune zu befestigen."

Wiederum wurden 17 km Sicherheitsnetze mit 10.000 PVC-Stangen und 81 Masten montiert. 180 Aufprallschutzmatten und 155 sogenannte Airfences – ein einziges dieser Luftkissen ist 170 Kilo schwer – stehen für die Sicherheit. Das Budget des Kitzbüheler Ski Clubs für die 86. Auflage der Hahnenkammrennen beträgt laut eigenen Angaben mittlerweile 14 Mio. Euro.

"Mit jedem Mal die Streif runterrutschen, wächst irgendwas in die Höhe. Genauso wächst auch meine Vorfreude in die Höhe", sagte Mittermayer-Weinhandl, der die Geschicke der Hahnenkamm-Rennen seit 2019 lenkt und ans Aufhören keinen Gedanken verschwendet.

"Solange ich für den KSC einen guten Dienst machen kann, mache ich das sehr gern. Man darf nicht nur beim größten Ski-Event der Welt mitarbeiten. Das, was es so arbeits- und lebenswert macht, ist dieser gemeinschaftliche Zusammenhalt im Verein", sagte der in Bayern lebende gebürtige Kitzbüheler. Sein Rad-Geschäft in Aschau im Chiemgau lässt er wie jedes Jahr um diese Zeit geschlossen.

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