Enttäuschter Schwarz: "Von dem kann ich mir auch nichts kaufen"
Der Kärntner scheidet im Adelboden-Riesentorlauf mit Zwischenbestzeit aus und zeigt sich nach dem Rennen frustriert. Auch Raphael Haaser und Stefan Brennsteiner hadern.
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Nach einer bisher sehr starken Riesentorlauf-Saison der Österreicher setzt es beim Klassiker in Adelboden einen kleinen Rückschlag (Zum Rennbericht>>>).
Beim Sieg von Marco Odermatt wird Raphael Haaser als Achter bester ÖSV-Fahrer. Der Weltmeister kann sich nach Rang neun im ersten Durchgang um einen Platz verbessern.
Ergebnis des RTL in Adelboden >>>
"Richtige Richtung"
Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Wochen sieht der Tiroler einen Schritt nach vorne: "Mit dem Ergebnis kann ich ganz gut leben. Nach den letzten Riesentorläufen ist auf jeden Fall etwas vorwärts gegangen. Der Rückstand macht mich etwas stutzig, aber es geht in die richtige Richtung."
Haaser sieht dennoch Verbesserungsbedarf: "Grundsätzlich geht noch etwas das Vertrauen ab, um bedingungslos zu attackieren. Nach kleinen Fehlern ziehe ich eher zurück. Das gilt es noch auszumärzen."
Große Enttäuschung bei Schwarz
Bis zum Zielhang am Weg zur Zwischenbestzeit war Marco Schwarz, der nach dem ersten Lauf auf Rang sechs lag. Doch dann bei der Einfahrt in den Steilhang rutschte der Kärntner weg und schied aus.
"Bei dem Tor ist es etwas weggehängt. Ich bin nicht ganz sauber über den Außenski gekommen, dann bin ich über den Innenski weggerutscht und dann steh ich halt daneben", sagt Schwarz nach dem Rennen enttäuscht.
Auch die vorangegangene gute Fahrt trübt nicht über die Enttäuschung des Gesamtweltcup-Dritten hinweg: "Ich hab probiert zu attackieren, aber von dem kann ich mir jetzt auch nichts kaufen. Es tut irrsinnig weh, aber morgen geht es schon wieder weiter."
"Hab mir die Schneid abkaufen lassen"
Ebenfalls ausgeschieden ist Stefan Brennsteiner. Der mit dem Roten Trikot ins Rennen gestartete Salzburger lag nach dem ersten Durchgang nur auf dem 21. Platz. Auch er rutschte nach einem Fehler im zweiten Lauf weg und schied aus.
"Ich habe versucht zu riskieren, habe das Material gewechselt und mich besser gefühlt. Aber dann mache ich einen blöden Fehler", sagt der 34-Jährige.
Für eine Überraschung im ersten Lauf sorgte Joshua Sturm, der mit Startnummer 33 auf Platz fünf fuhr. Im zweiten Lauf war er dann zu vorsichtig unterwegs und fiel auf den 14. Rang zurück.
"Es hat sich nicht gut angefühlt, aber es war wirklich die Kampflinie. Ich habe mir ein bisschen die Schneid abkaufen lassen", zeigt sich der Pitztaler etwas enttäuscht.
Für die Riesentorläufer geht es erst in zweieinhalb Wochen beim Night-Race in Schladming weiter. In Adelboden steht am Sonntag noch der Slalom an (ab 10:30 Uhr im LIVE-Ticker).