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Schwedisches Speed-Talent musste um ihr Bein bangen

Schwedisches Speed-Talent musste um ihr Bein bangen Foto: © GEPA

Was Lisa Hörnblad in den letzten Jahren durchgemacht hat, kommt einem Desaster gleich. Die Schwedin, in ihrer Heimat als großes Speed-Talent bekannt, durchlebte einen wahren Verletzungs-Horror.

Bereits 2017 debütierte die heute 26-Jährige im Weltcup, als bestes Ergebnis steht ein elfter Rang in der Abfahrt zu Buche. Bisher kam sie lediglich auf 32 Einsätze in der Beletage des Skisports. Denn was so verheißungsvoll begann, mündete in eine Situation, in der sie vor den Scherben ihrer Karriere stand.

Im August 2019 reißt das Kreuzband, die Pause danach zieht sich über insgesamt zweieinhalb Jahre. Ende 2021 feiert sie nach langer Leidenszeit endlich ihr Comeback. Doch erneut macht ihr der Körper einen Strich durch die Rechnung. Im Jänner dieses Jahres stürzt die Schwedin schwer, die Diagnose: Totalschaden im Knie.

"Dachte, das Bein muss amputiert werden"

Wieder beginnt nach der OP die mühsame Aufbauarbeit, im Herbst startet sie wieder mit dem Schneetraining. Als sie auf dem Weg ins Trainingslager ist, folgt der nächste Schock-Moment. Beim Einchecken auf dem Flughafen bekommt Hörnblad plötzlich Schmerzen im operierten Bein und wird mit hohem Fieber ins Krankenhaus eingeliefert.

Das Bein ist kaum mehr beweglich, die Schwedin leidet unter unsäglichen Schmerzen. Im Spital wird eine Blutvergiftung festgestellt, sie schwebt in Lebensgefahr. Eine Not-OP ist nötig, Hörnblad befürchtete bereits das Schlimmste: "Ich dachte, die Ärzte müssten mir das Bein amputieren. Es fühlte sich an, als würde es explodieren", so die Schwedin gegenüber "svt.se".

Auslöser für die Blutvergiftung war ein Eingriff im Dezember, bei dem das Knie gesäubert wurde. "Der Schmerz vor der OP war die schlimmste Erfahrung, die ich in meinem Leben je hatte. Das war schrecklich und beängstigend", schildert die 26-Jährige.

Derzeit weilt die 26-Jährige noch in der Klinik, sie denkt aber bereits an ein Comeback. "Der Kampf geht weiter", stellt sie klar. Noch wichtiger ist ihr aber vorerst nur eines: "Ich hoffe wirklich, dass ich vor Weihnachten wieder nach Hause kann", sagt Hörnblad.

Im kommenden Jahr will sie erneut angreifen, hoffentlich bleibt die gebeutelte Speed-Spezialistin diesmal von Verletzungen verschont. 

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