Veith vor Comeback: "Wollte noch nicht aufgeben"

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Das Warten hat für Anna Veith ein Ende.

Die Salzburgerin bestreitet mit dem Riesentorlauf in Killington (Samstag, 15:45 Uhr im LIVE-Ticker) ihr erstes Weltcuprennen seit dem Kreuzbandriss Mitte Jänner.

"Körperlich geht es mir extrem gut, aber Skifahren ist noch einmal was anderes, das braucht Geduld und Zeit. Aber ich bin in einem Alter, wo es noch möglich ist, ich wollte noch nicht aufgeben", schildert sie. "Es ist nicht nur, sich zu quälen, es ist auch, die Freude zu spüren, dass man sich jeden Tag verbessern kann. Zu spüren, dass das, was ich mache, einen Sinn hat."

Die Salzburgerin vermisst es, "das Adrenalin zu spüren". In der vergangenen Saison sei sie im Riesentorlauf auf einem gutem Weg gewesen, die Verletzung habe sie freilich wieder weit zurückgeworfen.

Gritsch will "am Boden bleiben"

Stark auf dem Weg nach vorne unterwegs ist hingegen Teamkollegin Franziska Gritsch, die in Sölden als Siebente überraschend beste Österreicherin war. Im Torlauf in Finnland war sie 14.

"Für mich ist es richtig cool, ich bin in beiden Disziplinen so lässig in die Saison gestartet. Das motiviert natürlich zusätzlich. Man weiß, dass man was draufhat." Im Riesentorlauf will sie sich weiter stabilisieren. "Ich möchte da ein bisschen am Boden bleiben. Stabilisieren und Schritt für Schritt nach vorne."

Ramona Siebenhofer, Zehnte in Sölden, lässt den Riesentorlauf in Killington aus, Katharina Truppe will als drittbeste Österreicherin des Auftakts (19.) nachlegen. In Levi war sie als Dritte erstmals auf das Weltcup-Podest gekommen.

"Es war von Anfang an mein Ziel, dass ich das Podium schaffe. Dass es so schnell gekommen ist, war unerwartet. Es war ein besonderer Tag, ich habe es genossen", sagte die Kärntnerin rückblickend auf den Slalom. Sie weiß aber auch: "Killington fangt wieder von Null an. Mit dem Hang kämpfe sie schon seit drei Jahren. Wir mögen uns nicht. Ich hoffe, es ändert sich am Samstag. Im Slalom schaut es anders aus, da bin ich voriges Jahr Neunte geworden."

Liensberger: "Alles, was ich tun kann"

Etwas gutzumachen haben nach ihren verpatzen Saisonstarts die höher eingeschätzten Eva-Maria Brem (25.) und Ricarda Haaser (28.). Das Training in Copper Mountain verlief gut, Brem sprach von einem vor allem gegen Ende hin schon sehr guten Gefühl. "Es ist immer besser gegangen und hat ein paar Mal richtig Spaß gemacht. Das gibt ein gutes Gefühl. Aber entscheidend und unser Job ist, ein gutes Rennen zu fahren." Groß ist auch die Vorfreude auf die Zuschauerkulisse. "Die Stimmung ist immer mega, es sind brutal viele Leute hier."

Haaser weiß, worauf es auf dem Hang ankommt. "Du musst in Killington einfach Gas geben, der Hang ist nicht allzu lang. Die ersten drei, vier, fünf Tore im Steilen musst du gut Skifahren und alles was geht, über das Flache rauspushen." Katharina Liensberger erklärte, die Trainingstage bestmöglich genutzt zu haben. "Aber es ist sehr schwer einzuordnen, wo ich stehe. Ich kann nicht mehr tun, als das Beste geben. Das Ziel ist es, solide Ski fahren. Das ist alles, was ich tun kann."

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