GOLD! Kriechmayr gewinnt Super-G bei Ski-WM

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Was für ein Auftakt bei der Ski-WM! Vincent Kriechmayr gewinnt einen unheimlich schwierigen Super-G der Herren und jubelt über seine 1. Goldmedaille!

Eine Passage nach dem Vertigine-Sprung auf der völlig neuen Strecke in Cortina fordert die Läufer voll. Die ersten drei Starter – darunter auch Christian Walder mit Nummer 1 – tappen in die Falle und scheiden aus.

Kriechmayr fährt die Passage als erster Läufer taktisch, dosiert und meistert die Richtungstore. Die Taktik wird belohnt! Der Oberösterreicher erfüllt die Favoritenrolle und krönt sich erstmals zum Weltmeister.

Allerdings muss er noch gehörig zittern: Romed Baumann sorgt mit Nummer 20 für eine Sensation. Dem gebürtigen Tiroler fehlen nach starker Fahrt nur sieben Hundertstel auf Gold.

Bronze sichert sich der starke Techniker Alexis Pinturault aus Frankreich. Mit Nummer 28 stellt ein Kanadier beinahe nochmal alles auf den Kopf: Brodie Seger schrammt als Vierter nur um fünf Hundertstel an der Top-Sensation vorbei.

Kriechmayr nach Gold: "Ein 100-Meter-Drift">>>

Medaillenspiegel nach 2 von 13 Bewerben>>>

Matthias Mayer dosiert in der schwierigen Passage etwas zu viel. Mit einem guten Schlussabschnitt holt der Kärntner noch auf und landet hinter Titelverteidiger Dominik Paris (+0,55) letztlich auf dem 6. Rang .

Max Franz meistert zwar die Schlüsselstelle – der Kärntner verpasst aber ein Tor in der anschließenden Traverse.

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Stimmen:

Vincent Kriechmayr (AUT/Gold): "Ich habe mir die Startnummern 1, 2, 3 angeschaut, alle raus. Das war keine einfache Situation. Ich wusste, es ist eine schwierige Passage. Ich habe beim Sprung schon angestellt. Das waren hundert Meter Drift, bin ich noch nie so im Leben gefahren, das hat heute ganz gut funktioniert. Das macht den Sport aus, dass man im Super-G hin und wieder improvisieren muss. Ich war heilfroh, dass ich es so gut überstanden habe. Es ist unten ziemlich eng geworden mit Romed."

Romed Baumann: "Es hat die Nummer 20 gepasst. Wenn du mit 5 abschwingst und Erster bist, dann schreist du nicht so. Aber so habe ich gewusst: Es war ein guter Lauf. Es war zum Teil taktisch zu fahren, man durfte nicht sinnlos riskieren. Im unteren Teil habe ich gewusst, ich habe meine Stärke im Flachen. Und ich glaube, ich bin da auch immer schneller geworden. Im Super-G hab ich die Saison mit Nummer 54 angefangen. Heute ist alles so leicht von der Hand gegangen."

Alexis Pinturault: "Es war heute sehr schwer, sehr speziell gesetzt. Wir mussten in dieser Passage rutschen, intelligent fahren. Das ist nicht so oft, dass wir das machen müssen. Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt - aber das ist oft im Super-G gut. Es war wichtig, die ersten Läufer im TV anzuschauen. Auch die Infos der Trainer, denn der Schnee hat von der Besichtigung gewechselt. Bei Brodie war es sehr knapp, ich bin sehr glücklich, dass ich am Podest im Super-G stehen kann."

Matthias Mayer: "Ich habe auf jeden Fall zu viel rausgenommen. Ich bin über den Sprung schon zu vorsichtig drübergefahren. Da habe ich auf alle Fälle die Zeit verloren, da brauche ich nicht analysieren. Wenn jeder das gefahren wäre, was wir uns bei der Besichtigung gedacht haben, dann wären wir alle dort gestanden wäre, wo die ersten drei gestanden sind."

Max Franz: "Der Fehler ist schon vier Tore oberhalb passiert. Dort wollte ich gut rüberdriften, aber der Schwung ist weiter geworden und ich war den ganzen Hang zu spät. Ich habe versucht, das Tempo vor der Traverse nicht rauszunehmen - das ist mir aber nicht so geglückt. Für die Traverse hast du das einfach gebraucht, dass etwas mehr von hinten kommst. Schade, das hat mir heute richtig getaugt. Man hat bei der Besichtigung schon gesehen, dass das eine richtig schwierige Passage wird. Dann haben sie das Tor zweieinhalb Meter reingesetzt und wir haben gedacht, dass wird passen. Aber dass der sprung so weit geht, war überraschend."

Christian Walder: "Ich würde nicht sagen, dass die Kurssetzung ein Schas ist. Man hätte es mit mehr Hirn fahren müssen, so wie es der Vinc gemacht hat. Das hat man der Besichtigung so nicht gesehen. Es zipft mich an, ich habe mich gut gefühlt und mir viel vorgenommen."

Patrick Riml: "Es war natürlich sehr schwierig, weil man auf dieser Strecke sehr wenige Erfahrungswerte hat. Man musste sich darauf einstellen und der Herr Kriechmayr hat das sensationell gemacht. Wenn man die letzten zwei Super-Gs gewonnen hat und kommt da als Favorit her und man geht als Sieger nach Hause, dann ist das eine Wahnsinnsleistung."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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