Brignone: "Ich bin wirklich verärgert"
Wer zuerst auf dem roten Kurs fahren musste, war praktisch chancenlos. Eines der "Opfer" war Federica Brignone, die sich im Viertelfinale ihrer Teamkollegin Marta Bassino geschlagen geben musste.
Und danach ihrem Frust freien Lauf lässt: "Ich bin wirklich verärgert. Das ist nicht fair. Wenn du im ersten Lauf auf dem schnelleren Kurs fahren musst, dann kannst du nur eine halbe Sekunde Vorsprung herausholen. Im zweiten Lauf ist es dann anders, da hast du einen Vorteil. Schau dir zum Beispiel Meillard an, der war sicher 80 Hundertstel schneller, wenn nicht mehr. Hat aber dennoch nur 0,5 Sekunden Vorsprung gehabt."
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"Eines der unfairsten Rennen meines Lebens"
Man könne ein Parallelrennen nicht auf einem Kurs fahren, auf dem die beiden Läufe dermaßen unterschiedlich seien.
Sie verweist darauf, dass im Viertelfinale alle Läuferinnen nach dem Hinlauf mit 0,5 Sekunden voran lagen - allerdings auf dem roten (schnelleren) Kurs. Im Rücklauf wurden alle Duelle gedreht. "Ich bin wirklich angepisst", nimmt sich Brignone kein Blatt vor den Mund. "Es war eines der unfairsten Rennen meines Lebens. Und das bei der Weltmeisterschaft..."
FIS-Direktor versteht Ärger
FIS-Renndirektor Peter Gerdol kann den Ärger nachvollziehen. "Ich verstehe, dass einige heute nicht happy sind. Aber die Piste hat sich anders entwickelt, als wir gedacht haben. Wir sind ein Freiluftsport, da kann so etwas passieren."
Zur Kritik am Maximal-Vorsprung nach dem ersten Lauf meint Gerdol: "So sind die Regeln, die bestehen schon lange. Und wir können die Regeln nicht für ein Rennen ändern."