Ski: Protest gegen WM im Olympia-Winter 2022

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Das Vorhaben der Organisatoren der Ski-WM 2021 in Cortina d'Ampezzo, die Titelkämpfe um ein Jahr auf 2022 zu verschieben, stößt bei den Rennläufern auf wenig Zustimmung.

Einige ÖSV-Athleten wie etwa Nicole Schmidhofer haben sich deutlich gegen eine Verlegung der WM ins Olympia-Jahr ausgesprochen. "Für mich ist unvorstellbar, dass so ein Plan aus Skifahrersicht unterstützt wird. Da sprechen Leute, die keine Ahnung von körperlichen und mentalen Belastungen haben", meint die Steirerin.

Ihre deutsche Kollegin Viktoria Rebensburg pflichtet gegenüber "skiweltcup.tv" bei: "Als Sportlerin kann ich definitiv sagen, dass es unmöglich ist, dass die Olympischen Winterspiele und die Ski-WM im gleichen Jahr stattfinden."

"Beide Großveranstaltungen würden an Wert verlieren"

Rebensburg erinnert daran, dass weder die Rennfahrer noch die Wettkämpfe von so einem Kalender profitieren würden. "Für beide Events wäre es keineswegs förderlich, beide dicht aufeinandergefolgt zu veranstalten. Dadurch würden beide Großveranstaltungen jede Menge an Wert verlieren", meint sie.

Aus Sportler-Sicht sei eine Trainingssteuerung mit zwei Höhepunkten in einer Saison "nicht vorstellbar", sagt die 30-Jährige der "Bild am Sonntag".

Die Organisatoren in den Dolomiten wollen die Titelkämpfe um ein Jahr verschieben, um in der Corona-Krise weniger Risiko einzugehen. 2022 würden dann aber Olympia und WM in einen Winter fallen. Anfang Juli will der Weltverband FIS über einen Antrag des italienischen Verbandes, die WM nach Olympia auszutragen, entscheiden.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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