Scheib kann sich RTL-Kugel diese Woche sichern
Die Steirerin könnte noch vor Olympia ihre erste Kristallkugel fixieren.
PRESENTED BY
Julia Scheib könnte den Gewinn des alpinen Riesentorlauf-Weltcups schon diese Woche fixieren.
Baut die Steirerin ihren aktuellen Vorsprung von 119 Punkten am Dienstag am Kronplatz (10.30/13.30 Uhr, im LIVE-Ticker) und am Samstag in Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) auf mehr als 200 Zähler aus, wäre sie in den verbleibenden zwei Rennen in ihrer Spezialdisziplin nicht einzuholen.
Internationales Thema vor dem anstehenden Italien-Rennen ist das Comeback von Federica Brignone.
Rast nun Scheibs erste Herausforderin
Scheib hat in den bisherigen sechs Saison-Riesentorläufen bei einem Ausfall mit drei Siegen und zwei zweiten Plätzen bilanziert. Der Sieg führt also nur über die 27-Jährige, wobei sich zuletzt Camille Rast als erste Herausforderin in Scheibs Kerndisziplin positioniert hat.
Am Tag vor ihrem Sieg über Mikaela Shiffrin im Slalom gewann die Schweizerin in Kranjska Gora am 3. Jänner vor Scheib auch im Riesentorlauf. Eine Woche davor war sie am Semmering hinter dem ÖSV-Ass Zweite gewesen.
Bis auf den Saisonstart in Sölden beendete Rast alle Riesentorläufe in den Top fünf, fiel nie aus.
ÖSV-Damen kämpfen um Olympia
Da der Super-G in Zauchensee abgesagt wurde, fand Scheibs geplanter Ausflug in dieser Disziplin bisher nicht statt. Denn sie war auch nicht am vergangenen Sonntag in Tarvisio dabei.
Dennoch scheint für sie ein Platz im Olympiarennen in der zweitschnellsten Disziplin noch möglich. Für ihre Teamkolleginnen ist Kronplatz die letzte Möglichkeit, sich für die Spiele zu empfehlen.
Keine andere fitte ÖSV-Läuferin kam bisher in die Top Ten, Stephanie Brunner war einmal Elfte, Nina Astner Zwölfte. Leonie Raich und Sophie Waldauf geben auf der Piste "Erta" ihre Riesentorlauf-Premiere.
Scheib war am Kronplatz noch nie besser als Neunte
Auf dem schwierig zu fahrenden, bis zu 61 Prozent steilen Hang hat im vergangenen Jahr Robnison und vor zwei Jahren die diesmal verletzt fehlende Schweizerin Lara Gut-Behrami gewonnen.
2023 siegte Mikaela Shiffrin in beiden damals ausgetragenen Riesentorläufen. In dieser Saison kam die Rekordweltcupsiegerin und Weltcupführende aus den USA in dieser Disziplin noch nicht auf das Podest, war aber bis auf ein Rennen immer in den Top sechs.
Scheibs Bilanz am Kronplatz ist bei sieben Antreten mit Rang neun 2024 als Maximum ausbaufähig. Im Vorjahr fiel sie aus.