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Neue Pisten-Philosophie spaltet Schweizer Ski-Team

Die neue Pisten-Philosophie der FIS bringt den Ski-Weltcup nicht zur Ruhe. Nun gehen auch die Meinungen innerhalb des Schweizer-Teams auseinander.

Neue Pisten-Philosophie spaltet Schweizer Ski-Team Foto: © GEPA

Dass die FIS nun beim Bewässern der Piste spart und die Kommunikation darüber, stößt manchen im Skizirkus sauer auf.

Zu den schärfsten Kritikern der neuen Bewässerungsstrategie zählt Thomas Tumler. Der Schweizer ist der Meinung, dass der Ausgang der Rennen dadurch deutlich willkürlicher werde.

"Ich bin kein Befürworter dieses Trends. Das ist unfair gegenüber vielen Athleten und unfair gegenüber guten Skifahrern", erklärte der 36‑Jährige vor dem Riesenslalom in Adelboden.

Nicht weltcupwürdig

Vor allem in Alta Badia sei die Pistenpräparation nicht weltcupwürdig gewesen. "Das ist nicht Weltcup-Niveau, was wir diese Saison oft gefahren sind", so Tumler. Dass die Startnummer eins gleich zweimal mit deutlichem Vorsprung die Laufbestzeit erreicht habe, sei "völlig untypisch" und habe es früher nicht gegeben.

Dennoch schöpfte der Schweizer zuletzt Hoffnung: In Madonna di Campiglio habe die Piste gut gehalten.

Odermatt vermisst Kommunikation

Gesamtweltcupführender Marco Odermatt sieht die Situation etwas gelassener. An eine Vorankündigung der neuen Umstände kann sich das Ski-Ass allerdings nicht erinnern. "Im Vorhinein wurde nichts kommuniziert", stellte der 28‑Jährige klar.

Dem widerspricht Ex-Rennfahrer Didier Plaschy. Im SRF äußerte er unlängst, dass die Athleten bereits seit Längerem über die Änderungen informiert gewesen seien.

"Müssen uns anpassen"

Auch Loïc Meillard betrachtet die Thematik entspannter. "Am Ende ist es eine Weltcup-Piste, auf der alle fahren müssen", meinte der Schweizer und ergänzte: "Wir sind die besten Fahrer der Welt – wir müssen uns anpassen."

Grund für den Strategiewechsel der FIS war es, die Sicherheit zu erhöhen. Ein Ende der Debatte um die neue Bewässerung ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

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