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NEWS
Kroatischer Skiverband um 30 Millionen Euro betrogen
Ein schwerer Korruptionsskandal bringt den kroatischen Skisport ins Wanken - mittendrin Ex-Skirennläufer Vedran Pavlek.
Kroatien wird derzeit von einem großen Korruptionsskandal im Skisport erschüttert.
Der ehemalige Skirennläufer und langjährige Chef des kroatischen Skiverbandes, Vedran Pavlek, soll den Verband innerhalb der vergangenen zwölf Jahre um mindestens 30 Millionen Euro betrogen haben.
Flucht ins Ausland
Während vor dem Gericht in Zagreb die Anhörung zur Anordnung der Untersuchungshaft begann, soll sich der Verdächtige ins Ausland abgesetzt haben. Nach Angaben kroatischer Medien soll Pavlek wenig später in Istanbul festgenommen worden sein.
Türkische Ermittler beschlagnahmten auf richterliche Anordnung sein Mobiltelefon sowie weitere persönliche Gegenstände, die nun vom kroatischen Amt für Korruptions- und organisierte Kriminalitätsbekämpfung (USKOK) ausgewertet werden.
Nach Zustellung des Haftbefehls will die Staatsanwaltschaft einen internationalen Haftbefehl beantragen und die schnelle Auslieferung Pavleks nach Kroatien erreichen.
Weitere Mitarbeiter im Visier
Das Gericht in Zagreb verhängte zudem gegen vier weitere von insgesamt sechs verdächtigen Mitarbeitern des Skiverbandes eine einmonatige Untersuchungshaft.
Den Beschuldigten werden Fluchtgefahr, mögliche Einflussnahme auf Zeugen sowie die Gefahr weiterer Straftaten vorgeworfen.
Laut dem Portal "Sportklub – N1" soll etwa ein Drittel der veruntreuten Gelder auf ausländischen Konten Pavleks gelandet sein.
Vorwurf der Geldwäsche
Nach Erkenntnissen von USKOK soll der ehemalige Verbandschef eine international operierende Gruppe geleitet haben, die über Firmen in Zagreb sowie in Österreich, Liechtenstein, Monaco, Spanien, Russland, der Schweiz, Serbien, San Marino, Italien, Ungarn und der Slowakei tätig gewesen sein soll.
Den Ermittlern zufolge wurden Verbandsmittel unter anderem für Luxusgüter und Schönheitsoperationen verwendet. Zudem soll Pavlek Verträge mit ausländischen Firmen über Leistungen abgeschlossen haben, die nie erbracht wurden. Rechnungen seien demnach für fiktive Dienstleistungen ausgestellt worden, um Gelder abzuzweigen.