Causa Dujakovic: ÖSV rechtfertigt sich

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Ex-Skirennläufer Slaven Dujakovic brachte den Österreichischen Skiverband Mittwoch-Vormittag gehörig in die Bredouille.

Österreichs erster Skiprofi mit Migrationshintergrund übte nach seinem Rücktritt harte Kritik am ÖSV. "Der österreichische Skiverband hatte mir nie das Gefühl gegeben, dass sie mich im Skisport brauchen", berichtete der 24-Jährige auf Facebook. Als Grund dafür sehe Dujakovic seine bosnische Abstammung, obwohl er in Österreich geboren wurde.

Diese Vorwürfe kontert der ÖSV nun aber. Man sei stets "bemüht, all seinen Aktiven ein bestmögliches Umfeld zu bieten und die Entwicklung jedes Einzelnen zu unterstützen", lässt der ÖSV in einer offiziellen Stellungnahme wissen. Dass Dujakovic dies nicht so empfunden habe, bedauere man sehr.

Um die Sache aus der Welt zu schaffen, will man nun das Gespräch mit ihm suchen.

Die komplette ÖSV-Stellungnahme im Wortlaut:

Der Österreichische Skiverband ist stets bemüht, all seinen Aktiven ein bestmögliches Umfeld zu bieten und die Entwicklung jedes Einzelnen zu unterstützen. Wir bedauern sehr, dass bei Slaven Dujakovic offensichtlich der Eindruck entstand, nicht in der ÖSV-Familie willkommen zu sein. Dem war nie so, dennoch nehmen wir seine Sicht der Dinge wahr und werden uns um ein klärendes Gespräch mit ihm bemühen.

Zu den sachlichen Inhalten nimmt der ÖSV wie folgt Stellung:

JUNIOREN-WM 2015:
Es handelte sich um eine sehr kurzfristig angesetzte Qualifikation. Slaven Dujakovic war zu diesem Zeitpunkt in keinem Kader, konnte sich aber aufgrund seiner Leistungen in der Qualifikation für die Junioren-WM qualifizieren. Ihm wurde daraufhin selbstverständlich eine entsprechende Rennausrüstung (Rennanzug und Wärmebekleidung) zur Verfügung gestellt. Es handelte sich dabei um Material aus dem Reservelager, das ohne disziplinenspezifische Sponsorenlogos gelagert wird, aber in Ausführung und Qualität ident mit der offiziellen Kleidung ist.

KADERRICHTLINIEN:
Slaven Dujakovic hat die Kaderrichtlinien meist deutlich nicht erbracht. Trotzdem wurde er in der Saison 2016/17 aufgrund eines Trainerurteils in den Kader aufgenommen. In den darauffolgenden Jahren konnte er die jeweils gültigen Kaderrichtlinien jedoch abermals nicht erreichen und wurde nicht mehr in einen ÖSV-Nationalkader berufen. Ihm wurde aber die Möglichkeit des Mittrainings angeboten.

NATIONENWECHSEL:
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Österreichische Skiverband mit 2. September 2019 dem BM für öffentlichen Dienst und Sport mitgeteilt hat, dass der Österreichische Skiverband einem Nationenwechsel von Slaven Dujakovic zu Serbien jedenfalls zustimmen würde.

Textquelle: © LAOLA1.at

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