Die beiden Österreicher wurden mit dem Hubschrauber abtransportiert. Streitberger erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Riss des Außenmenikus im rechten Knie. Reichelt zog sich eine Knochenprellung im linken Knie zu.
Fürchterlich sah der Sturz des damals im Gesamtweltcup führenden Norwegers Svindal aus, der sich mehrfach überschlug. Der 33-Jährige verließ sichtlich gezeichnet die Unfallstelle noch zu Fuß, wenig später wurde aber ein Kreuzbandriss sowie ein Riss im Meniskus diagnostiziert.
"Nach dem Sturz von Svindal habe ich Markus Waldner angerufen und habe gesagt, man soll abbrechen. Aber es wurde nicht abgebrochen", erzählte ÖSV-Präsident Schröcksnadel damals von seinem Gespräch mit dem FIS-Renndirektor.
Nach Startnummer 31 wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen doch abgebrochen, aber für den Weltcup gewertet.
Der Abbruch sei auch zur Sicherheit der jüngeren und unerfahreneren Fahrer erfolgt, erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner bei der nachfolgenden Mannschaftsführersitzung. Zu den Stürzen stellte er klar, dass er nach dem Rennen den Streckenabschnitt Hausberg geprüft habe und die Piste dort in einem guten Zustand gewesen sei. Waldner: "Der Hausberg ist einfach eine Passage, in der selbst kleinste Fahrfehler zu einem Sturz führen."
Die Austria Presse Agentur schrieb damals von einer "Horrorabfahrt".
Gewonnen hat übrigens überraschend Peter Fill. Der Südtiroler setzte sich vor den beiden Schweizern Beat Feuz und Carlo Janka durch. Für Fill war es erst der zweite Weltcup-Sieg. Bester Österreicher war Vincent Kriechmayr auf Platz sieben.