Der Eiskanal wurde gerade rechtzeitig zu den Spielen fertig bzw. so gut wie fertig. Erst im November 2025 fanden die ersten Weltcup- und damit Test-Bewerbe statt.
Kostenpunkt: 118.424.000 Euro. Das sind fast 40 Millionen mehr, als ursprünglich veranschlagt. Medienberichten zufolge beschert der Eiskanal Cortina pro Jahr ein Minus von über 500.000 Euro.
Immerhin: Es ist die erste Olympia-Bahn, die auf eine umweltfreundliche Kühlung setzt, heißt es. Jede der 16 Kurven lässt sich einzeln eineisen.
Das nicht so imposante Ding hat seine Tücken
Optisch ist der Eiskanal in Cortina "nicht so ein imposantes Ding" wie zum Beispiel die Olympia-Bahn von 2022 in Peking, meint etwa der deutsche Olympiasieger Max Langenhan. Aber: "Wenn ich die Bahnen dieser Welt anschaue, glaube ich: Das ist von der Szenerie her eine der schönsten Bahnen. Ich glaube, am Ende kann keine andere Bahn mithalten."
Das Cortina Sliding Centre ist eine moderne Bahn, die vor allem im oberen Teil technisch schwierig ist. Die Kurven drei, vier und fünf sind Schlüsselstellen, ab der Kurve neun sorgt das Gefälle für mehr Geschwindigkeit. Mit der Ausfahrt aus der Kurve elf ist der erste Tiefpunkt der Bahn erreicht, mit der Schikane in der 12/13 folgt die erste von zwei Bergauf-Passagen.
"Die Bahn hat durchaus ihre Tücken. Vor allem der obere Bereich ist technisch anspruchsvoll, in den ersten Kurven muss die Linie zwingend passen. Im unteren Bereich ist dann mehr Speed drinnen. Hier musst du dich richtig lang machen, die Aerodynamik muss am Punkt sein", sagt Österreichs Silber-Rodler Wolfgang Kindl.
Mit zwei Mal Silber durch Jonas Müller im Einsitzer und Wolfgang Kindl/Thomas Steu im Doppelsitzer sowie Bronze durch Selina Egle/Lara Kipp waren Österreichs Rodler in Cortina anders als James Bond nicht auf tödliche, sondern auf erfolgreicher Mission.
Mit der Team-Staffel am Donnerstag (18:30 Uhr im LIVE-Ticker) steht noch eine Gold-Mission an.