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Teresa Stadlober: "Mich haut nichts mehr um"

Von einer Medaille bis zu ihrem wohl größten Missgeschick hat die 33-Jährige bei Olympia schon alles erlebt. In Italien will sie mit Erfahrung gewinnen.

Teresa Stadlober: "Mich haut nichts mehr um" Foto: © GEPA

Von einer Bronzemedaille 2022 bis hin zu ihrem Missgeschick 2018, bei dem sie sich verlaufen hat, war für Teresa Stadlober bei Olympischen Winterspielen schon alles dabei.

Bei ihrer vierter Olympia-Teilnahme kann sie "nichts mehr umhauen", sagt die Salzburgerin zu LAOLA1. Auch die Tatsache, dass sie bei ihrem letzten Antreten in Peking den dritten Platz im Skiathlon geholt hat, beruhigt sie.

Der Skiathlon über 20 Kilometer ist am Samstag (13:00 Uhr) auch ihr erster Olympia-Einsatz 2026 >>>

"Ich weiß, die Medaille habe ich schon, die nimmt mir jetzt keine mehr, sollte es jetzt nicht so gut laufen. Jetzt habe ich schon so viel Rennen und auch das Alter.
Ich hoffe, dass die Nerven mitspielen und ich die Erfahrung ausspielen kann", erklärt die 33-Jährige.

Lockerheit soll zum Erfolg führen

Der 25. Februar 2018, an dem sie in Pyeongchang lange auf Medaillenkurs war und dann falsch abbog, wird Stadlober in Erinnerung bleiben.

Der Traum von einer Medaille war geplatzt, es blieb der neunte Platz. Dennoch hat sie damit abgeschlossen und kann heute auch Positives daraus mitnehmen.

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Stadlober mit ihrer Bronzemedaille in Peking
Foto: ©GEPA

Am 5. Februar 2022 schlug dann in Peking ihre große Sternstunde. Bei ihrem dritten Antreten bei Olympischen Spielen holte sich die Tochter von Alois Stadlober ihre erste Medaille.

2026 kann sie mit einem lockeren Gefühl nach Italien fahren, dennoch sind es wichtige Rennen. "Wenn man das erste Mal dabei ist, dann ist alles neu und man muss schauen, wie alles abläuft. Dann ist man sicher vielleicht ein bisschen nervös."

"Jetzt habe ich doch schon einige Spiele hinter mir und ich habe schon so viel mitgemacht mit einmal verlaufen, einmal die Medaille. Von bis ist schon viel dabei gewesen", gibt sie zu verstehen.

Gelungene Generalprobe

Bei der Generalprobe in Oberhof schrammte die 32-Jährige hauchdünn an einem Sieg vorbei.

"Für mich ist es bisher eine mega Saison, mehrere Podiumsplatzierungen, schon Gesamt-Zweite bei der Tour de Ski, also besser als was ich es mir erträumen hätte können."

Teresa Stadlober

Generell war ihre Saison bisher sehr erfolgreich. "Für mich ist es bisher eine mega Saison, mehrere Podiumsplatzierungen, schon Gesamt-Zweite bei der Tour de Ski, also besser als was ich es mir erträumen hätte können", meint die Radstädterin.

Solche Ergebnisse lassen sie - trotz einer hartnäckigen Verkühlung im Vorfeld auch mit einem guten Gefühl in Richtung Val di Fiemme fahren.

"Wenn man weiß, die letzten Rennen sind super verlaufen, gibt das natürlich unheimlich viel Selbstvertrauen", so Stadlober. Dennoch brauche man am Tag X auch das Quäntchen Glück.

Rennen am "Lieblings-Weltcup-Ort"

Val di Fiemme ist den Langläufer:innen bereits bekannt. Dort findet jährlich die Tour de Ski statt.

Stadlober selbst mag den Ort sehr gerne: "Es ist mein Lieblings-Weltcup-Ort, ich habe schon sehr viele gute Ergebnisse dort feiern können. Letztes Jahr war ich auch im Weltcup am Podium und heuer eben bei der Tour de Ski", sagt Stadlober, die auch im Sommer im Olympia-Ort trainiert.

Das Streckennetz wurde vor dem Wettkampf vergrößert. "Es sind ein bisschen andere Strecken. Wir kennen noch nicht alle davon, die werden wir dann vor Ort erst sehen", erklärt die 33-Jährige.

Dennoch steht für die Zweite der Tour de Ski fest: "Ich fahre mit einem guten Gefühl runter. Ich freue mich drauf und hoffe, dass ich da meine beste Performance abrufen kann."

"Dort gehört der Wintersport hin"

Lediglich einen Katzensprung trennt Österreich von Val di Fiemme. Für die meisten Sportler ist das ein großer Vorteil. So auch für die Langläuferin, die von ihrer Familie, ihren Freunden, aber auch Sponsoren unterstützt wird.

"Das lässt sich, glaube ich, keiner entgehen", betont sie und ergänzt: "Ich glaube, dort gehört der Wintersport auch hin und ich freue mich mal auf Spiele mit einem großen Publikum, weil das haben wir jetzt die letzten Jahre nicht gehabt."

Die Spiele 2022 in Peking waren geprägt von Sicherheitsvorkehrungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Die Vorbereitung hat sie dieses Jahr in der Ramsau am Dachstein absolviert. Auf heimischem Boden soll der letzte Schliff geschehen sein. Nun will sie nach ihrer zweiten Olympia-Medaille greifen.

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