Lara Wolf verpasst im Big-Air-Finale Medaille
Die Tirolerin startet perfekt, steht ihren zweiten Sprung jedoch nicht. Gold geht nach Kanada.
Ski-Freestylerin Lara Wolf verpasst am Montag im Big-Air-Finale eine Medaille.
Die Tirolerin liegt am Montag im Livigno Snow Park nach dem ersten Durchgang in Führung, kann bei den folgenden zwei Durchgängen aber keinen zweiten Topsprung mehr zeigen. Am Ende landet die Tirolerin mit einer Gesamtpunktzahl von 169,75 auf Platz fünf.
Die Kanadierin Megan Oldham krönt sich zur Olympiasiegerin (180,75). Silber geht an Titelverteidigerin Eileen Gu aus China (179). Die Italienerin Flora Tabanelli sichert sich Bronze (178,25).
Schock im Schweizer Team
Noch vor dem Start des Bewerbs gab es aus Schweizer Sicht zwei Hiobsbotschaften.
Medaillenhoffnung Mathilde Gremaud, die sich vor einer Woche im Slopestyle zur Olympiasiegerin kürte, stürzte im Probedurchgang und zog sich eine Hüftverletzung zu. Die 26-Jährige musste mit dem Schlitten abtransportiert werden. Mit Anouk Andraska (22) kam vor dem Finale eine weitere Schweizerin zu Sturz, sie verletzte sich am Handgelenk.
Damit geht das Finale, das wetterbedingt nach hinten verschoben werden muss, mit nur zehn statt den geplanten zwölf Athletinnen über die Bühne.
Wolf mischt nicht um Medaille mit
Im ersten Durchgang legt Wolf einen perfekten Sprung hin, erhält mit 93,5 Punkten den Höchstwert des ersten Laufs.
Ihren zweiten Sprung steht sie dann allerdings nicht, weshalb die 25-Jährige nur 21 Punkte erhält. Im dritten Lauf, der ihr 76,25 Punkte bringt, bekommt sie die Hand nicht wie geplant an den Ski.
"Ich bin sehr enttäuscht. Es hätte Großes werden können, es war mein Tag. Die Tricks waren da", hadert Wolf. Den ersten Trick habe sie vor vier Jahren noch nicht geschafft.
Am Ende fehlen Zentimeter – vielleicht sogar auf Gold. "Es war alles gut, außer der Grab. Es ist nicht einmal ein Zentimeter, der da fehlt", meint die enttäuschte Wolf über ihren dritten Run. "Es war mir in der Luft schon klar, deshalb habe ich nicht gejubelt", sagt sie zur Wertung der Jury (76,25).
Olympiasiegerin Oldham zeigt im ersten Lauf ihren besten Sprung (91,75 Punkte). Bronze-Siegerin Tabanelli überragt ihre Kontrahentinnen bei Versuch drei mit 94,25 Punkten.