NEWS

Olympia-Eröffnung als Friedensbotschaft

Anna Gasser und Benjamin Karl marschieren in Livigno ein während die Olympische Flammen in Mailand und Cortina brennen werden.

Olympia-Eröffnung als Friedensbotschaft Foto: © GEPA

Das dezentrale Konzept der Olympischen Spiele 2026 zeigt sich auch mit den Eröffnungsfeiern an vier verschiedenen Orten am Freitag.

Österreichs Pärchen mit der Fahne wird dennoch gemeinsam einlaufen, denn Anna Gasser und Benjamin Karl sind aus der Snowboard-Sparte, in Livigno stationiert und dort Teil der Zeremonie. Die Haupt-Eröffnungsfeier findet ab 20.00 Uhr im Fußballstadion San Siro in Mailand statt, weitere gibt es in Cortina d'Ampezzo und Predazzo.

Harmonie, Magie und olympischer Geist

Die Veranstalter versprechen Harmonie, Magie und olympischen Geist. Zwei olympische Flammen werden brennen, eine in Mailand und eine in Cortina. Die Misstöne einer Welt in Aufruhr sollen draußen bleiben.

Ganz wird dies nicht gelingen, denn vor allem in Mailand sind Demonstrationen angekündigt - gegen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, gegen den Einfluss der Politik oder die Teilnahme des US-Vizepräsidenten JD Vance und die Präsenz von umstrittenen Agenten der US-Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde ICE in Italien.

Zeremonie will eine Botschaft des Friedens senden

All das wollen die Organisatoren aber so gut wie möglich ausblenden. "Harmonie" lautet das Motto der Eröffnungsfeier. Man will nicht anecken, wie das gewisse Teile der Pariser Eröffnung 2024 in konservativen Kreisen taten.

"Die Zeremonie will eine Botschaft des Friedens senden und gleichzeitig die Fantasie und die Kultur Italiens feiern", lässt sich der künstlerische Leiter Marco Balich vernehmen. Insbesondere solle der Mode und des Designs im Belpaese, und speziell dem im September verstorbenen Giorgio Armani, gehuldigt werden.

Stars aus aller Welt

Daneben ist aber auch ein internationales Staraufgebot angekündigt. Mariah Carey wird auf Italienisch singen, Lang Lang Klavier spielen. Andrea Bocelli und Laura Pausini vertreten die Gilde der italienischen Musik.

Für die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry ist nun die Zeit, alles "auf der Seite zu lassen, das von den Spielen ablenkt".

Die ehemalige Spitzenschwimmerin aus Simbabwe zeigte sich bei einer Medienkonferenz Anfang der Woche überzeugt, dass sich die Welt an die "Magie und den Geist von Olympia" erinnere, sobald die Wettkämpfe begonnen hätten. Das Eröffnungsspektakel werde dafür ein "schönes Schaufenster" sein.

Kommentare