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Nach Sabotagen: Italien verstärkt Kontrollen am Bahnnetz

Am Samstag kam es dadurch zu schweren Verspätungen.

Nach Sabotagen: Italien verstärkt Kontrollen am Bahnnetz Foto: © GETTY

Nach wiederholten Sabotageakten am Bahnnetz verstärkt Italien die Kontrollen entlang seiner Bahnlinien.

"Wir haben die Überwachung verstärkt und die Kontrollen intensiviert, um diese Kriminellen aufzuspüren", sagte Verkehrsminister Matteo Salvini laut Medienangaben vom Sonntag. Er beklagte "kriminelle Handlungen, die das Leben von Menschen gefährden".

Die Sabotageakte ereigneten sich am Samstag zwischen Salone und Labico auf der Strecke Rom-Neapel sowie zwischen Tiburtina und Settebagni auf der Strecke Rom-Florenz. Techniker der italienischen Bahnnetzgesellschaft RFI stellten Schäden an den Kabelschächten der Steuerungsanlagen sowie das Durchbrennen der Kabel fest.

Schwere Verspätungen im Bahnverkehr am Samstag

Am Mailänder Hauptbahnhof häuften sich am Samstag bei ankommenden Zügen Verspätungen von bis zu 190 Minuten, mehrere Verbindungen wurden gestrichen. Fahrgäste, die nach Rom oder Neapel reisen wollten, starteten mit vielen Stunden Verspätung, manche mussten ganz auf ihre Reise verzichten.

Ähnliche Szenen von Verärgerung und Unannehmlichkeiten spielten sich für Pendler und Touristen an den Bahnhöfen von Florenz und Bologna ab.

Nicht zum ersten Mal

Bereits am 7. Februar, am Tag nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Mailand-Cortina, waren im Raum von Bologna Sabotageaktionen am Netz durchgeführt worden. Dazu hatten sich anarchistische Gruppen bekannt.

Nun wollen die Ermittler klären, ob es Verbindungen zu den Beschädigungen der Hochgeschwindigkeitsstrecke nahe Rom am Samstag gebe.

Für den Staatssekretär im Infrastrukturministerium, Tullio Ferrante, besteht daran kein Zweifel: Diese Vorfälle seien Teil einer "systematischen terroristischen Strategie".

"Die wiederholten Sabotageakte sind inakzeptabel und beschämend", sagte Galeazzo Bignami, Fraktionsvorsitzender von Fratelli d'Italia in der Abgeordnetenkammer.

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