Kriechmayr/Feller holen Medaille - "Old but Silber"
Mit einem starken Lauf sichert Feller die Silbermedaille, Kriechmayr zeigt sich hingegen von seiner Abfahrt etwas enttäuscht.
Vincent Kriechmayr und Manuel Feller holen die erste Olympia-Medaille 2026 für die österreichischen Skifahrer.
In der Team-Kombination gewinnen die beiden hinter den Schweizern Franjo von Allmen und Tanguy Nef die Silbermedaille. Mit einem Rückstand von 99 Hundertstel Sekunden landen sie mit den Schweizern Marco Odermatt und Loic Meillard ex aequo auf Rang zwei.
"Nicht gerade einfach für ihn"
Nach der Abfahrt waren Kriechmayr/Feller nur auf Rang sieben gelegen. Kriechmayr zeigte sich nach seinem Lauf ziemlich bedient: "Es war einfach nicht gut genug. Manu (Feller, Anm.) wäre gut drauf, aber mit so einem Rückstand, das ist nicht gerade einfach für ihn."
Auch wenn es für Feller nicht gerade einfach war, zeigte der Tiroler eine beherzte Fahrt, womit er sein Team auf den zweiten Rang vorschob.
Nach dem Rennen zeigte sich Feller ziemlich glücklich, Kriechmayr wirkte aufgrund seiner eher schwachen Abfahrt immer noch nicht ganz glücklich.
Kriechmayr: "Danke Manu"
"Ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte. Die Abfahrt war doch eher bescheiden, aber der Manu hat einen super Lauf gemacht. Die vorderen Jungs hatten es nicht leicht und ja, danke Manu, ich hab viel Fetten gehabt", sagte der Oberösterreicher im ORF-Interview.
Feller machte seinem Speed-Kollegen wenig Vorwürfe. Er zeigte sich ob seiner Ausgangslage sogar eher dankbar: "Nach der Abfahrt vom Vince (Kriechmayr, Anm.) war es nicht ganz in Reichweite, aber ich hatte auch keinen Druck. Ich hab vorher zu ihm gesagt: 'Wenn du Bestzeit holst, scheiß ich mir am Start in die Hose'".
Über Kriechmayr hatte er seinen üblichen Schmäh übrig. Mit Blick auf den Oberösterreicher, der in der Abfahrt unten viel Zeit verlor, meinte er: "Er hat es nicht ganz gecheckt, dass ich nicht gleich beim Slalomstart einsteig." Aber: "Es hat alles so gepasst, wie es sein sollte. Wir sind ein Team."
Der 34-jährige Kriechmayr und der 33-jährige Feller konnten dabei auch ihre Routine ausspielen. "Wir sind mit Abstand das älteste Team eigentlich. Im Vorhinein haben wir gesagt 'Old but Gold', jetzt ist es halt 'Old but Silber'. Das nehmen wir gerne."
"Blech" für Haaser/Matt "tut weh"
Raphael Haaser und Michael Matt fehlte der Hauch von drei Hundertstelsekunden auf die Medaillen, eine bessere Ausgangsposition war schon in der Abfahrt verspielt worden.
Wie Feller zeigte auch Matt einen beherzten Slalom, war dort fast zeitgleich mit seinem Kollegen. "Eine solide Performance im Slalom, oben wären noch zwei, drei Zehntel drinnen gewesen", resümierte Matt. Der vierte Platz "tut weh", gestand Haaser.