Goldene Kombination
Die größte alpine Überraschung war die Gold-Medaille von Ariane Rädler und Katharina Huber in der Team-Kombination. Beide noch ohne Weltcup-Sieg und nur als "Austria 2" in den Bewerb gestartet, lieferten sowohl Rädler in der Abfahrt als auch Huber im Slalom punktgenau ab. Teamwork makes the dream work. Das bewiesen auch die Männer in Person von Vincent Kriechmayr und Manuel Feller mit Silber.
Der silberne Ötzi
Über Silber jubeln durfte auch Fabio Gstrein. Damit war nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht zu rechnen. Der Ötztaler, im vergangenen Winter noch Österreichs bester Slalom-Läufer, hatte bis unmittelbar vor den Olympischen Spielen enorm mit seiner Form zu kämpfen, scheiterte etwa in Adelboden an der Qualifikation für den 2. Durchgang. Ausgerechnet im Olympia-Slalom gelangen Gstrein zwei konstant schnelle und weitgehend fehlerfreie Läufe. Zweiter war er im Weltcup noch nie.
Die Medaillenbank
Der Super-G der Frauen bleibt aus österreichischer Sicht weiter eine olympische Medaillenbank. Seit 2006 gab es immer zumindest eine Medaille für eine ÖOC-Athletin, 2026 war es Cornelia Hütter. Die Steirerin lieferte ausgerechnet im letzten Olympia-Rennen ihrer Karriere ab und erfüllte sich mit Bronze ihren Traum von Edelmetall im Zeichen der fünf Ringe. Nur eine Hundertstel hinter Hütter wurde Ariane Rädler undankbare Vierte.
Zu wenig Speed
Die Speed-Männer sind dagegen komplett leer ausgegangen, was angesichts des bisherigen Saisonverlaufs nicht die ganz große Überraschung, aber doch enttäuschend ist. In der Abfahrt war Vincent Kriechmayr als Sechster bester Österreicher. Im Super-G musste sich der Oberösterreicher, der in diesem Winter schon ein Rennen gewonnen hat, mit Platz sieben begnügen. Raphael Haaser wurde Fünfter.
Riesen-Pleite
Komplett leer ging Österreichs Ski-Team auch im Riesentorlauf aus. Bei den Frauen schickte man mit der Weltcup-Führenden Julia Scheib die Gold-Favoritin ins Rennen, die vierfache Saisonsiegerin ging am Ende – auch aufgrund eines falschen Funkspruchs der Trainer – als Fünfte komplett leer aus. Auf eine Medaille fehlten nur sieben Hundertstel. Bei den Männern waren die beiden rot-weiß-roten Saisonsieger Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz auf den Plätzen acht und neun chancenlos.
Fellers Einfädler
Nach seinem Sieg in Kitzbühel als Medaillen-Kandidat angereist, dauerte der Olympia-Slalom für Manuel Feller nicht einmal eine halbe Minute. Der Tiroler hatte das Aus im 1. Durchgang aber schnell abgehakt, auch weil er Bormio mit der Silbernen aus der Team-Kombination verließ. Enttäuscht zog Katharina Truppe aus Cortina ab, die Kärntnerin gehörte sowohl in der Team-Kombination gemeinsam mit Cornelia Hütter als auch im Spezial-Slalom zu den Medaillen-Anwärterinnen, wurde zwei Mal Fünfte.
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