Letzten Endes ist es die mentale Einstellung, mit der gewissen Ruhe an den Start zu gehen und zu wissen: Jetzt ist der Moment, wo alles zusammenpasst.
2022 begann seine Gold-Fahrt im Super-G mit einer Schrecksekunde, rutschte Mayer beim Start fast mit den Skistöcken weg. Auf den Fehlstart folgte die Bestzeit.
Die Gold-Mission in Peking war ohnehin eine besondere. "Auf den letzten Olympiasieg habe ich mich am akribischsten vorbereitet. Das war auch der schwierigste", sagt der Kärntner rückblickend. Für die chinesische Kälte von etwa minus 20 Grad hatte Mayer unter anderem acht Paar Skischuhe ausgetestet. "Das hat mir letztendlich den Erfolg gebracht."
In der Vorbereitung auf Olympische Spiele hat der ehemalige ÖSV-Star selten etwas dem Zufall überlassen - sei es im Sommer-Training oder unmittelbar vor den Spielen.
"In Kitzbühel habe ich in Olympia-Saisonen teilweise weniger Risiko genommen, bin etwa die Traverse nicht voll gefahren", verrät Mayer.
"Letzten Endes", sagt der dreifache Goldmedaillen-Gewinner, "ist es die mentale Einstellung, mit der gewissen Ruhe an den Start zu gehen und zu wissen: Jetzt ist der Moment, wo alles zusammenpasst. Instinktiv drauflosfahren und trotzdem die Leichtigkeit nicht verlieren."
Bormio? Mayer juckt es
2026 in Mailand/Cortina wird Mayer als Zuschauer dabei sein, unter anderem beim Super-G der Männer in Bormio.
Wenngleich es ihn beim Gedanken an die Stelvio jucken würde. "Wenn ich jetzt an Bormio denke - das ist eine extrem lässige Abfahrt, die mir immer gelegen ist - ist schon ein bissl der Gedanke dabei, ich könnte am Start stehen, rein von der Fitness her", grinst Mayer, versichert aber sogleich, dass es kein Comeback geben wird – nicht einmal für die Olympischen Spiele.