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"Unsterblich gefühlt": ÖSV-Duo trotzt Sturz-Drama und holt Bronze

Stefan Rettenegger sorgt mit seinem Sturz in der Loipe für einen kurzen Schreckmoment. Dank einer starken Laufleistung holt das ÖSV-Duo am Ende aber souverän Bronze.

"Unsterblich gefühlt": ÖSV-Duo trotzt Sturz-Drama und holt Bronze Foto: © GEPA

Österreichs Nordische Kombinierer dürfen auch im dritten und letzten Bewerb bei den Olympischen Winterspielen über eine Medaille jubeln. Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter sichern sich in einem dramatischen Teamsprint Bronze - Zum Nachlesen >>>

Dabei waren die Österreicher nach einer durchwachsenen Leistung auf der Sprungschanze vom fünften Zwischenrang aus ins Rennen gegangen. Doch in der Loipe präsentierte sich das ÖSV-Duo trotz schwieriger Bedingungen stark, so konnte man bereits nach vier Runden zur Spitzengruppe aufschließen.

"Ich habe mich echt so mega gefühlt auf der Loipe, ich war unsterblich. Selbst als ich zu den Norwegern aufgeschlossen habe, da habe ich ein bisschen draufgedrückt, aber ich habe überhaupt nichts gespürt davon", meint Stefan Rettenegger.

Rettenegger über Sturz: "Habe schon ein kurzes Tief gehabt"

Dass der Weg zur Medaille trotzdem ein "hartes Stück Arbeit" war, lag nicht zuletzt daran, dass Rettenegger ähnlich wie Geiger und Yamamoto vor ihm, zu Sturz kam. "Wie es mich da überschlagen hat, habe ich schon ein kurzes Tief gehabt, aber ich bin echt froh, dass ich ruhig geblieben bin und nicht angefangen habe zu hudeln. Ich bin meinen Schritt weitergelaufen und habe einfach geschaut, dass ich schnell bin. Ich glaube, das hat echt sehr gut funktioniert", so der 24-jährige Salzburger.

Während es für Rettenegger die erste Olympia-Medaille seiner Karriere war, durfte Lamparter bereits über die dritte bei diesen Olympischen Winterspielen jubeln.

Bieler lobt "Megaleistung von den Burschen auf der Loipe"

Der Sturz seines Teamkollegen sorgte dafür, dass der Silber-Hattrick bei der letzten Übergabe bereits außer Reichweite war. "Natürlich ist es ärgerlich, dass man dann sagt, es sind die anderen beiden Plätze weg. Aber ich habe dann geschaut, dass ich in der letzten Runde auch irgendwie sicher runterfahre ohne Sturz und Bronze ins Ziel rette", so Lamparter.

Der Gewinn der Bronzemedaille ist angesichts der Ausgangssituation als Erfolg zu werten, wie der 24-jährige Tiroler betont: "Heute war leider nicht alles so angerichtet, wie man es sich erhofft. Mit diesen Bedingungen war es echt so schwierig und wir haben gefightet, gefightet und ich bin echt mega happy mit den Olympischen Spielen. Von drei Bewerben drei Medaillen mit nachhause nehmen - das ist ein cooler Kindheitstraum, der in Erfüllung geht."

Auch Cheftrainer Christoph Bieler zeigt sich nach dem Rennen erleichtert, dass der Tag für das ÖSV-Duo noch eine positive Wendung genommen hat: "Das ist in unserem Sport das Schöne. Wenn man das Springen verbockt und man schon glaubt, der Tag ist gelaufen, freut man sich über die Bronzemedaille umso mehr. Es war eine Megaleistung von den Burschen auf der Loipe. Es war aber auch eine Riesenleistung vom Serviceteam. Das waren Wahnsinnsverhältnisse", so der 48-Jährige, der 2006 Olympiasieger im Team wurde.

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