ÖSV-Adler gehen auf Normalschanze leer aus

ÖSV-Adler gehen auf Normalschanze leer aus Foto: © GEPA
 

Österreichs Skispringer gehen im ersten WM-Bewerb in Oberstdorf von der Normalschanze leer aus.

Bester ÖSV-Adler auf der HS106-Schanze ist Michael Hayböck auf Rang sieben, dem Oberösterreicher fehlen auf Edelmetall 7,6 Punkte. Stefan Kraft, Normalschanzen-Weltmeister 2017 und Bronzemedaillen-Gewinner von Seefeld 2019, macht im Finale immerhin fünf Plätze gut und wird Zehnter (-17,6).

Philipp Aschenwald wird Zwölfter, Daniel Huber landet auf Rang 19.

Gold geht überraschend an den Polen Piotr Zyla, der sich nach Sprüngen auf 105 und 102,5 Metern 3,6 Punkte vor dem Oberstdorfer Karl Geiger durchsetzt und über seinen ersten WM-Titel im Einzel jubelt. Anze Lanisek (SLO/-7,3) sichert sich Bronze.

Weltcup-Leader Halvor Egner Granerud, nach dem 1. Durchgang bei schlechter werdendem Wind nur 16., verbessert sich im Finale mit einem Satz auf 103 m um zwölf Plätze, ihm bleibt letztlich aber nur Rang vier (-9,1).

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Hayböck: "Es hat nicht viel gefehlt"

Hayböck war nach Rang sieben "nicht unzufrieden": "Es war seit langem mein bester Wettkampf, wieder bei der WM wie es auch bei der Skiflug-WM schon war, deswegen es war echt ein cooler Weg die letzten Tage, es hat nicht recht viel gefehlt", meinte der Oberösterreicher im ORF-Interview. Das Windglück sei nicht auf seiner Seite gewesen. "Aber von dem rede ich ungern. Ich hätte mir ein bisserl Glück gewunschen." Er habe schon ein wenig traurig in Richtung Medaillengewinner geblickt.

Immerhin habe er in den vergangenen Tagen herausgefunden, was bei ihm gute Sprünge ausmachen. Auch bei der Tournee hatte er in Bischofshofen Rang sechs belegt. "Cool, dass es bei den Großereignissen in diesem Winter gut läuft und ich hoffe, es geht so weiter in den nächsten Tagen."

Kraft: "Nicht schlecht, aber bringt halt wenig"

Kraft, der vor vier Jahren in Lahti Doppel-Einzel-Weltmeister vom großen und kleinen Bakken geworden war, hatte sich vor dem Bewerb sicher mehr erwartet. "Es ist nicht schlecht. Ein zehnter Platz bringt einem relativ wenig, ist aber okay. Es zählt halt nur eins, zwei, drei und da waren die drei auch im ersten besser." Er blickte schon ein bisschen auf die Großschanze, auch wenn er und Hayböck am Sonntag noch vom kleinen Bakken im Mixed-Bewerb im Einsatz sind. "Die große Schanze mag ich sehr gern, die kenne ich sehr gut. Sie ist eine meiner Lieblingsschanzen."

Aschenwald war nach Rang zwölf mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. "Die Sprünge waren sehr gut, beide leider zu spät. Ein Quäntchen Glück braucht man natürlich ein bisserl." Rang 19 war für Daniel Huber freilich nicht das Gelbe vom Ei. "Es war in Ordnung und ein Schritt nach vorne. Aber ich merke, dass ich die Verbindung zum Ski nicht ganz habe im Flug. Ich kann nicht wirklich was machen."

ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl sah eine der Ursachen auch im ersten Durchgang, als seine vier Leute bei doch schwierigeren Bedingungen gesprungen waren. "Im ersten Durchgang sind wir gerade in dem Paket in einer Phase gewesen, wo es ein bisserl schwierig war. Dann ist es wieder relativ gut gegangen, bei denen, die nachher gekommen sind. Da hat man sich einen recht guten Vorsprung rausspringen können."

Zyla hat es "schon in der Früh gespürt"

Richtig glücklich waren natürlich die Medaillengewinner. Neo-Weltmeister Zyla sprach von einem "wirklich guten Tag". "Ich habe es schon in der Früh gespürt, habe den ganzen Tag Gitarre gespielt und es alles ist gut gelaufen. Ich habe mir gedacht, heute muss ich gewinnen, weil es ist mein Tag."

Und auch Lokalmatador Karl Geiger jubelte. "Super, dass es daheim so geklappt hat. Ich habe wirklich alles gegeben, voll riskiert und es ist aufgegangen." Sein Schlüssel zum Erfolg sei die Hocke gewesen. "Es ist die beste Schanze zum Sich-in-Form-Springen, weil die deckt die Fehler brutal auf."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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