Röthe holt viertes Gold für Norwegen

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Nach dem Sieg von Therese Johaug geht auch im Skiathlon der Herren bei der Nordischen WM Gold an Norwegen.

Sjur Röthe setzt sich nach 30 km und 1:10:21,8 Stunden knapp vor dem Russen Alexander Bolshunov (+0,1) sowie seinem Landsmann Martin Johnsrud Sundby (+0,7) durch. Sundby geht als Führender auf die Zielgerade, aber Röthe ist im Sprint stärker und kann auch noch den Angriff von Bolshunov abwehren.

Es ist bereits das vierte WM-Gold bzw. das achte Edelmetall für Norwegen bei dieser WM. Medaillenspiegel >>>

Bernhard Tritscher, der einzige Österreicher im Feld, kommt mit 6:12 Minuten Rückstand als 46. ins Ziel.

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Röthes Plan geht voll auf

"Ich hatte einen Plan, es ist wirklich gut ausgegangen. Ich wollte in der zweiten, dritten Position in die letzte Abfahrt, es war perfekt mit Martin. Ich habe Energie sparen können für die letzten paar hundert Meter. Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden", meinte Röthe nach seinem ersten Einzeltitel bei einem Großereignis nach Staffel-Gold und Skiathlon-Bronze bei der WM 2013.

Zu den großen Geschlagenen vor 12.100 Zuschauern gehörten Titelverteidiger Sergej Ustjugov (9.) und vor allem Sprint-Weltmeister Johannes Hösflot Kläbo (30.).

Tritscher setzt Klassik-Distanz zu

Bernhard Tritscher kam als einziger Österreicher mit über sechs Minuten Rückstand nicht über Rang 46 hinaus.

"Die ersten zwei Runden waren ok, aber beim Wechsel war ich muskulär schon ziemlich angeschlagen, deshalb war es im Skating schwer. Ich habe mich dann mit einer kleinen Gruppe durchgeschlagen", sagte der Salzburger, der das Rennen auch als Training für den 50er am Schlusstag sah.

Bolshunov macht das Tempo

Im Skiathlon über je 15 km in der klassischen und Skating-Technik hatte Bolshunov mit einer Tempoverschärfung in der letzten Klassik-Runde das Spitzenfeld gesprengt. Ustjugov und Kläbo kamen bereits da nicht mehr mit.

Auch nach dem Wechsel auf die Skating-Ski leistete der Russe viel Führungsarbeit, am Ende erwies sich aber der dreifache Saisonsieger Röthe 0,1 Sekunden vor ihm als der Cleverere und knapp der Schnellere. Routinier Sundby blieb 0,7 Sekunden zurück der erste WM-Einzeltitel ein weiteres Mal knapp verwehrt.

Rund zwei Stunden vor Röthe hatte Therese Johaug im Damen-Skiathlon überlegen triumphiert. Aus dem Skating-Sprint waren Kläbo und Maiken Caspersen Falla als Sieger hervorgegangen. Am Sonntag haben die Norweger im Teamsprint die nächsten Gold-Gelegenheiten.

Weltmeister Sjur Roethe: "Es war ein wirklich schöner Tag für mich. Ich hatte gute Ski. Ich hatte einen Plan, wollte als Zweiter oder Dritter in die letzte Abfahrt. Ich konnte etwas Energie für die letzten 200 Meter aufsparen. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Zur selben Zeit vor einem Jahr bin ich in meinem Appartement in Oslo gesessen und habe den anderen bei Olympia zugeschaut."

Bernhard Tritscher: "Ich habe erwartet, dass es klassisch extrem schwierig wird für mich. Es war erst mein zweites Klassik-Rennen. Die ersten zwei Runden waren okay, aber das Tempo war sehr hoch. Dadurch war ich muskulär beim Wechsel schon angeschlagen. Skating war okay - aber Sprünge nach vor waren nicht mehr möglich. Ich habe es dann mehr als Training gesehen - eine Wettkampf-Belastung vor dem 50er. Es ist cool vor den heimischen Fans. Natürlich wäre ich gerne weiter vorne, aber vielleicht kommt das noch in den nächsten Rennen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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