Johannes Dürr soll bis zuletzt gedopt haben

Johannes Dürr soll bis zuletzt gedopt haben Foto: © GEPA
 

Johannes Dürr soll laut der Staatsanwaltschaft Innsbruck seit Jahren und bis zuletzt Eigenblutdoping betrieben haben.

Der 31-jährige Niederösterreicher, der im Zuge des Blutdoping-Skandals bei der WM in Seefeld festgenommen wurde, habe laut der Anklagebehörde ein Geständnis abgelegt.

Dürr bestreitet jedoch weiterhin, andere Athleten an den deutschen Sportmediziner Mark S. vermittelt zu haben.

Dürr wurde noch am Dienstagabend wieder enthaftet, da laut Staatsanwaltschaft nicht anzunehmen ist, "dass er auf freiem Fuß die Ermittlungen beeinträchtigen würde".

Dürr war am Dienstag wegen des Verdachts des Sportbetrugs in Innsbruck festgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft verdächtigte den Langläufer, dass er nicht nur andere Sportler an den Erfurter Sportmediziner Mark S. vermittelt habe, sondern auch, dass Dürr selbst bis vor kurzem Eigenblutdoping betrieben habe und sich dabei von ebendiesem Arzt behandeln ließ.

Weil Dürr zur Finanzierung seines geplanten Comebacks Crowdfunding betrieben habe, bestehe der Verdacht des Sportbetrugs.

Dürr bestreitet Vermittlung von anderen Sportlern

Während Dürr das Eigenblut-Doping zugegeben hat, stellte er jedoch weiterhin in Abrede, andere Athleten an den Sportmediziner weiter vermittelt zu haben.

Auch, dass er sich mit dem Eigenblutdoping unrechtmäßig bereichert hätte, bestritt der Langläufer, weil er für finanzielle Unterstützungen auch jeweils entsprechende Leistungen erbracht hätte.

Der Verdacht des Sportbetrugs werde demnach weiter zu prüfen sein, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen dazu seien noch nicht abgeschlossen. Trotzdem konnte Dürr nach der Vernehmung noch in den späten Dienstagabendstunden wieder enthaftet werden, "da nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht anzunehmen ist, dass er auf freiem Fuß die Ermittlungen beeinträchtigen würde", teilte die Anklagebehörde mit.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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