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Rettenegger verliert Nordic Combined Triple auf letzten Metern

Stefan Rettenegger führt das Feld in Seefeld bis zum letzten Anstieg souverän an, doch dann zündet Jens Luras Oftebro den Turbo.

Rettenegger verliert Nordic Combined Triple auf letzten Metern Foto: © GEPA

Der Nordic Combined Triple in Seefeld ist mit einem packenden Finale zu Ende gegangen. Jens Luras Oftebro sichert sich am Finaltag den Sieg, nachdem er sich im Finish gegen Stefan Rettenegger durchsetzt.

Der Österreicher war nach seinem souveränen Sprungsieg als Führender in den abschließenden Langlauf gegangen und verteidigt seine Position lange Zeit. Rettenegger geht mit rund 20 Sekunden Vorsprung in den finalen Anstieg, doch dann zündet Oftebro den Turbo, schafft den Anschluss und geht in der letzten Kurve vorbei.

Stefan Rettenegger muss damit weiterhin auf seinen ersten Weltcupsieg warten und zeigt sich im Ziel dementsprechend zerknirscht.

Weinender Rettenegger verpasst "Lebenstraum"

"Das ist schon sehr enttäuschend und tut verdammt weh. Das Triple zu gewinnen, ist schon ein Lebenstraum von mir. Ich habe lange Zeit geglaubt, dass heute der Tag sein könnte, aber es hat leider nicht geklappt", sagt Rettenegger mit Tränen in den Augen im ORF-Interview.

Seine Zwischenführung nach 10 km könne er aber als positiven Aspekt zu den Winterspielen mitnehmen.

Hinter dem Spitzenduo komplettiert der Deutsche Vinzenz Geiger als Dritter das Podest.

Lamparter leidet mit Rettenegger mit

Weltcup-Leader Johannes Lamparter kommt nach einem suboptimalen Sprung auf Rang fünf ins Ziel.

Lamparter verliert zuvor in der vorletzten Runde den Anschluss an Oftebro und Geiger. "Es war ein schwieriger Tag, einige Sachen haben nicht ganz zusammengepasst. Aber das sind alles Eigenfehler. Das ist natürlich bitter, aber es geht weiter", sagt der Triple-Sieger von 2023, der letztlich über 40 Sekunden zurückliegt.

Viel Mitleid hatte Lamparter mit Rettenegger. "Jetzt macht er so einen guten Job, und dann geht es sich wieder nicht aus, schade. Ich fiebere sehr mit ihm mit, das ist total schade, er hätte es sich mehr als verdient. Vielleicht klappt es dann in zwei Wochen in Italien," sagt der Ex-Weltmeister und fünffache Saisonsieger.

Lukas Greiderer beendet das Triple als Zehnter, Thomas Rettenegger wird Zwölfter. Mario Seidl beendet seine erfolgreiche, aber auch von einer Sperre wegen Blutwerteabnormalitäten behaftete Karriere am Sonntag mit einem 43. Platz.

Auch Frauen-Triple an Norwegen

Das Triple der Frauen gewinnt überlegen die Norwegerin Ida Marie Hagen, die sich mit ihrem zehnten Saisonerfolg auch vorzeitig den Gesamtweltcup sichert.

Beste Österreicherin wird an der neunten Stelle mit fast vier Minuten Rückstand die 17-jährige Katharina Gruber.

"Es war ein brutal hartes Rennen, aber ich habe mich gut gefühlt. Ich bin zufrieden, ich habe mich jeden Tag ein bisschen steigern können", sagt Gruber.

ÖSV-Topathletin Lisa Hirner hatte wegen einer Erkrankung gefehlt.

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