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"Bravo, Jo!" - Lamparter lobt sich selbst

Der 24-Jährige bilanziert mit drei Kugeln, drei Olympia-Medaillen und sechs Saisonsiegen.

"Bravo, Jo!" - Lamparter lobt sich selbst Foto: © GEPA

Johannes Lamparter drückte der abgelaufenen Saison der Nordischen Kombination seinen Stempel auf.

Der 24-jährige Tiroler gewann fast alles, was möglich war, und krönte sein Jahr am Sonntag mit dem ersten Weltcup-Sieg auf dem prestigeträchtigen Holmenkollen. Es war der sechste der Saison bzw. der insgesamt 23. seiner Karriere, womit Lamparter in dieser Bilanz in der Bestenliste der ÖSV-Kombinierer mit Felix Gottwald gleichzog.

Auch wenn Unkenrufer vielleicht das nicht erreichte Olympia-Gold monieren, so gewann Lamparter dank seiner Konstanz nicht nur die zweite Gesamt-Weltcupkugel, sondern auch die kleinen Kugeln für den Massenstart- und den Kompaktbewerb. Der zweifache Weltmeister von 2021 in Oberstdorf holte bei den Spielen zweimal Silber in den Einzelbewerben sowie Bronze im Teamsprint.

"Bravo Jo!"

Hat der 24-Jährige noch eine lange, verletzungsfreie Karriere vor sich, kann er auch noch u.a. den Gottwald-Rekord an Weltcup-Podestplätzen angreifen: Er selbst hält bei 61, Gottwald schloss seine Karriere mit 68 ab.

"Ich habe so viele tolle Momente gehabt. Die Olympischen Spiele waren ein Traum mit drei Medaillen. Jetzt dazustehen mit drei Kugeln, drei Medaillen, Sieg am Holmenkollen. Ich kann mir nur selbst die Hand geben und sagen: Bravo Jo!", erklärte Lamparter ausgelassen.

Der Sieg in Oslo sei ein toller Abschluss einer "wahnsinnigen" Saison gewesen. "Es ist fast alles aufgegangen bis auf den Triplesonntag. Das war das einzige, was ich echt vermurkst habe", erinnerte er sich an Seefeld, wo er am letzten Tag noch auf Rang fünf zurückfiel. Bei Olympia war nur einer stärker: Jens Luraas Oftebro holte jeweils vor Lamparter Gold.

Bieler will Arbeit an nächster Saison bald beginnen

ÖSV-Cheftrainer Christoph Bieler sprach nach dem Abschluss des Olympia-Winters von einem "Wahnsinnsende einer wahnsinnig erfolgreichen Saison". Lamparter habe sich von den leichten gesundheitlichen Schwierigkeiten in Lahti erholt und nach dem Gewinn der großen Kugel noch ein Ziel erreicht. "Er hat gesagt, er will zum König und am legendären Holmenkollen gewinnen."

Der Rest seines Teams sei am Saisonende nicht mehr so frisch gewesen, Thomas Rettenegger habe aber gezeigt, dass er sich in der Weltspitze etabliert hat. Kaum ist die Saison vorbei, denkt der Ex-Weltklasse-Athlet schon wieder an die nächste. "Wir müssen nach wie vor arbeiten, die Konkurrenz schläft nicht. Unsere Arbeit wird gleich in den nächsten Tagen wieder beginnen, dass wir nächstes Jahr wieder erfolgreich sind."

Zunächst darf aber auch er einmal die Erfolge genießen. "Wir haben alle Ziele erreicht. Wir haben alle Kugeln gewonnen, wir haben drei Medaillen bei Olympia. Mehr als wir uns erwünscht hätten", sagte Bieler. Nicht zu vergessen auch der Sieg im Nationencup.

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