Will Vegas Vanek, Coach Kelly?

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Er war Assistant Coach bei Manitoba Moose in der AHL – Michael Grabner war noch nicht da.

Er war Assistant Coach bei den Vancouver Canucks – Michael Grabner war noch nicht da.

Er war Assistant Coach bei den Florida Panthers – Thomas Vanek war noch nicht da.

Mike Kelly und die Österreicher, noch hat es nicht sollen sein. Dreimal waren die ÖEHV-Cracks bei jenen Teams aktiv, bei denen der 59-jährige Kanadier kurz zuvor hinter der Bande stand.

Ob sich das kommende Saison ändern wird? "Da bin ich die falsche Ansprechperson, das ist die Angelegenheit von unserem Management", antwortet der Assistant Coach der Vegas Golden Knights auf die Frage, ob Thomas Vanek eine Option für sein Team wäre.

Der ÖEHV-Star sucht bekanntermaßen noch immer nach einem neuen Arbeitgeber, die Golden Knights dürften es aber wohl nicht werden.

"Vanek war einer der besten reinen Goalscorer"

Am Papier wäre in der dritten Linie noch ein Platz am Flügel zu haben, doch die jüngste NHL-Franchise kratzt schon an der Gehaltsobergrenze von 81,5 Millionen Dollar.

Diese ist im Vergleich zur vergangenen Saison nur um zwei Millionen gestiegen - um 1,5 Millionen weniger als prognostiziert.

Für Kelly ein möglicher Grund, warum Vanek und andere noch auf der Suche sind.

"Aus der Ferne ist es für mich schwer zu beurteilen, wie sein Mindset ist. Aber er war ein sehr guter Spieler in der NHL für eine lange Zeit. Einer der besten reinen Goalscorer in seiner Blüte", gibt der erfahrene Coach seine Gedanken zum 35-jährigen Grazer wieder.

Bereits am 1. Juli, dem Tag der Öffnung des Free-Agent-Marktes, war Vanek scheinbar mit mehreren Teams in Gesprächen. Daraus hat sich aber (noch) nichts ergeben.

Das muss aber noch kein Grund zur Besorgnis sein. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren unterschrieb der 373-fache NHL-Torschütze erst am 1. September bei den Vancouver Canucks.

Charakter als Schlüssel zum Erfolg

Zum damaligen Zeitpunkt liefen bei den Vegas Golden Knights die Vorbereitungen für ihre NHL-Premiere auf Hochtouren.

Was in den folgenden Monaten folgen sollte, ist Geschichte.

"Vor der ersten Saison rechnete von uns niemand mit so einem Jahr", stellt Kelly, der im Team vor allem für die Trainingsplanung und das Penalty Killing zuständig ist, klar. Warum funktionierte es dennoch auf Anhieb so ausgezeichnet? "Unser Management hat einen hervorragenden Job gemacht, charakterlich gute Spieler zu bekommen", lobt Kelly Vegas ersten General Manager George McPhee und seine Mitarbeiter.

Man kann sich nur dann verbessern, wenn man für neue Ideen offen ist. Lernen ist keine Einbahnstraße. Und man muss nichts zurückbekommen, nur um das Richtige zu tun. Das kommt dann ohnehin von allein.

Mike Kelly über seine Arbeit in Wien

"Und natürlich ist vieles zu unseren Gunsten gelaufen", fügt er ehrlich hinzu.

Final-Teilnahme im ersten Jahr, erneute Playoff-Teilnahme (3:4-Niederlage gegen San Jose in der ersten Runde) im zweiten Jahr. Alles andere als eine neuerliche Post-Season-Qualifikation wäre also eine Enttäuschung, oder?

"Jeder will in die Playoffs, das ist natürlich auch unser Ziel“, meint Kelly zurückhaltend. „Dafür werden wir vom ersten Tag des Trainingscamps alles geben."

Kelly vom Caps-Level beeindruckt

Bevor sich der Assistent von Head Coach Gerard Gallant damit beschäftigen kann, liegt sein Fokus in dieser Woche aber noch in Wien. Genauer gesagt bei den Spielern der Silver Capitals, dem Farmteam der spusu Vienna Capitals.

"Ich war vom Level der Jungs beeindruckt", meint Kelly am Montag nach der ersten Eiseinheit anerkennend. Insgesamt 21 Feldspieler und zwei Goalies werden in dieser Woche von den Vegas-Coaches betreut. Wichtig sei es, die richtige Balance zu finden, denn "wir wollen ihnen so viel Input wie möglich geben, sie aber nicht überfordern."

Jeden Tag steht ein anderer Aspekt im Fokus: Skills, Defensive/Spiel ohne Puck, Breakouts unter Druck, Umschaltspiel und eine Kombination aus allen Punkten.

Kelly selbst freue sich auf die Gelegenheit, etwas Neues kennenzulernen und dem Eishockey in einem nicht-traditionellen Hockeyland zu helfen. "Man kann sich nur dann verbessern, wenn man für neue Ideen offen ist. Lernen ist keine Einbahnstraße", will auch er etwas aus der Zusammenarbeit mitnehmen.

Man müsse nichts zurückbekommen, nur um das Richtige zu tun. Das würde dann ohnehin von ganz allein passieren.

Textquelle: © LAOLA1.at

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