Vanek schließt Trade trotz Klausel nicht aus

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Es ist ein seltenes Gefühl für Thomas Vanek Ende Februar. Der 35-jährige ÖEHV-Star kann den Tagen bis zur Trade Deadline der NHL (25. Februar, 21:00 Uhr MEZ) zum ersten Mal seit langem gelassen entgegensehen.

Kenny Holland, der General Manager der Detroit Red Wings, kam dem Wunsch des Grazers im vergangenen Sommer nach und stattete seinen Vertrag mit einer No-Trade-Klausel aus.

Damit kann "Mr Trade Deadline", wie er von seinem Agenten Steve Bartlett scherzhaft genannt wird, nicht ohne sein Einverständnis abgegeben werden.

"Normalerweise ahnt man, dass man wechseln wird. Man weiß nur nicht wohin. Dieses Jahr habe ich die Klausel, das ist ein gutes Gefühl. Ich habe ein Mitspracherecht, einfach mehr Kontrolle", erzählt Vanek im Interview mit dem US-amerikanischen Sport-Network "ESPN".

"Aber wenn sie auf mich zukommen…"

Die Red Wings haben rund 20 Spieltage vor dem Ende der Regular Season mit 15 Punkten Rückstand so gut wie keine Chance mehr auf den Playoff-Einzug.

Die Detroit-Spieler werden damit zum Objekt der Begierde der anderen Teams. Vor allem die Namen Gustav Nyquist und Jimmy Howard tauchen in diversen Trade-Gerüchten immer wieder auf. Um Vanek ist es hingegen aufgrund seiner No-Trade-Klausel ruhig geblieben. Einen sicheren Verbleib bei den Red Wings bedeutet dies jedoch nicht, wie der Flügelstürmer selbst einräumt:

"Ich kam nach Detroit zurück, weil ich glaube, dass dieses Team eine rosige Zukunft vor sich hat. Davon wollte ich ein Teil sein. Aber wenn sie auf mich zukommen und mir sagen, dass sie dies oder das vorhaben… Kenny ist eine großartige Person, sehr aufgeschlossen. Hoffentlich wird es nicht zum Thema, aber wenn, dann bin ich überzeugt davon, dass sich Kenny professionell verhalten und mich auf dem Laufenden halten wird."

Söhne freuen sich über Dressen

Bereits vier Mal musste Vanek seinen Arbeitgeber unter der Saison wechseln – drei Mal davon zur Trade Deadline. 2014 gaben ihn die New Yorks Islanders an die Montreal Canadiens ab. 2017 musste er Detroit verlassen und nach Florida zu den Panthers weiterziehen. Und vergangene Spielzeit schickten ihn die Vancouver Canucks zu den Columbus Blue Jackets, mit denen er in der ersten Playoff-Runde gegen den späteren Stanley-Cup-Sieger Washington Capitals ausschied.

"Ich bin eine sehr kontaktfreudige Person, lerne gerne neue Leute kennen. Es ist nicht immer leicht zu packen, schnell einen Ort zum Leben zu finden und sich zu akklimatisieren. Aber es ist mir bis jetzt immer gut gelungen, mich an mein neues Team und meine neuen Kollegen zu gewöhnen."

Auch seine Familie, die nicht bei ihm in Detroit sondern in Minneapolis lebt, komme mit der Situation mittlerweile besser zurecht. Seine Frau Ashley sei das Wechseltheater und seine Folgen bereits gewöhnt, sein ältester Sohn Blake (11 Jahre) und die Zwillinge Lukas und Cade (jeweils 8 Jahre) wären vor allem über die vielen verschiedenen Dressen ihres Vaters erfreut.

Und die Chance besteht, dass in der kommenden Woche ein weiteres hinzukommt.


Textquelle: © LAOLA1.at

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