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Beendet
6:1
0:0 , 4:1 , 2:0
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Warum Österreich gegen die Slowakei unter die Räder geraten ist

Auch beim zweiten Auftritt in Düsseldorf setzte es eine deutliche Pleite. Teamchef Roger Bader und seine Spieler führen dies auf mehrere Gründe zurück.

Warum Österreich gegen die Slowakei unter die Räder geraten ist Foto: © GEPA

Österreich musste auch beim zweiten Spiel des Deutschland-Cups in Düsseldorf eine deutliche Niederlage einstecken.

Rohrer fliegt! Klare ÖEHV-Niederlage gegen die Slowakei

Das ÖEHV-Team ist der Slowakei mit 1:6 deutlich unterlegen. Nach einem guten Startabschnitt und einem 0:0 zur ersten Drittelpause reichten dem Olympia-Vierten zehn Minuten, um den Spielstand auf 0:4 aus rot-weiß-roter Sicht hochzuschrauben.

"Es ist extrem bitter, speziell der Start ins zweite Drittel. Dann ist es schnell gegangen", sagt Lukas Haudum. Dass die Slowakei die bessere Mannschaft wäre, hatte sich für ihn bereits im ersten Abschnitt angekündigt.

"Sie waren sehr gut auf uns eingestellt, sind ein brutales Tempo gefahren. Wir hatten vielleicht zu wenig Respekt und haben das geradlinige Spiel nicht zu 100 Prozent durchgezogen. Im zweiten Drittel haben sie jeden Fehler eiskalt genutzt", so der Finnland-Legionär.

Nachsatz: "Das war internationales Eishockey vom Feinsten."

"Sowas wird einfach bestraft"

Sieben Sekunden nach Wiederbeginn stand es schon 0:1, Clemens Unterweger und Niklas Würschl ließen sich von Samuel Bucek düpieren. "Das erste Tor war ein Schnitzer. Es darf nicht passieren, dass der Angreifer nach dem Faceoff durchschlüpft", meint Teamchef Roger Bader.

Die Strafe war komplett unnötig.

Teamchef Roger Bader über die Tätlichkeit von Vinzenz Rohrer

Weitere 70 Sekunden später legte die Slowakei das 0:2 nach, dann kam es noch schlimmer. Wegen einer Tätlichkeit, einem Cross-Check gegen den Hals, wurde Vinzenz Rohrer vom Spiel ausgeschlossen. "Die Strafe war komplett unnötig", findet Bader deutliche Worte.

In der folgenden Überzahl netzte die Slowakei zwei Mal. "Wenn man eine Fünf-Minuten-Strafe gegen so eine Mannschaft hat, muss man damit rechnen, dass das eine oder andere Tor fällt. Sowas wird einfach bestraft, das müssen wir extrem lernen", so der Schweizer.

Wieso das Toreschießen so schwer fällt

Der Ehrentreffer durch Ali Wukovits kurz vor der zweiten Drittelpause war ein dringend benötigtes Lebenszeichen, zugleich wurde die Torsperre bei diesem Turnier nach fast 100 Minuten endlich gebrochen.

Die Spieler sind es einfach gewohnt, viel mehr Zeit zu haben.

Bader über die Gründe, warum das Toreschießen schwerfällt

Warum Österreich das Toreschießen so schwer fällt, ist für den Teamchef leicht erklärt: "Wir tun uns international generell schwer, wenn unsere absoluten Topscorer nicht dabei sind. Die Spieler sind es einfach gewohnt, viel mehr Zeit zu haben."

Auf diesem hohen Niveau gibt es diese allerdings nicht. Bader: "Deshalb schießen wir so oft neben das Tor, weil wir einfach zu lange den Puck herrichten, bis wir den Schuss ansetzen. Wir schießen auch zu wenig direkt."

Die Ursache dafür sieht der Schweizer in der geringen Vorbereitungszeit. "Bei der WM-Vorbereitung haben wir fünf Wochen mit neun, zehn Spielen, wo wir Woche für Woche immer besser sind und bei der WM dann bereit sind. Hier hatten wir zwei Trainings."

Mehr Feuer im Schlussdrittel

Im Schlussabschnitt zeigte die ÖEHV-Equipe deutlich mehr Intensität, verbuchte durch Lucas Thaler (43., 50.) und Simeon Schwinger (49.) mehrere Topchancen auf das 2:4.

Haudum meint: "Wir haben schon gesagt, dass wir etwas mehr Feuer zeigen müssen. Wir dürfen nicht darauf warten, was sie machen. Das haben wir teilweise besser gemacht." Bader ergänzt: "Wir haben gut dagegengehalten."

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Simeon Schwinger und Co. kämpften vergeblich an
Foto: ©GEPA

Trotzdem stellte die Slowakei mit zwei späten Treffern den 1:6-Endstand her. "Das letzte Drittel war gut, wir sollten es eigentlich nicht verlieren", meint der Teamchef.

Man könne trotzdem viel aus dem Spiel lernen, sagt Unterweger. Konkret: "Wir dürfen nicht so kompliziert spielen, auch in der eigenen Zone können wir es viel simpler halten. Wir müssen nicht immer die spielerische Lösung finden, müssen unseren Speed nutzen. Das haben wir viel zu wenig gemacht."

Bader möchte "unser bestes Spiel" gegen Lettland sehen

Ein abschließendes Spiel gibt es am Sonntagvormittag (11:00 Uhr) gegen Lettland noch, dort will Österreich die erfolgsbringenden Tugenden der letzten Jahre endlich aufs Eis bringen.

"Ich möchte sehen, dass wir unser bestes Spiel machen", sagt Bader. "Dass wir von Anfang an den Körper einsetzen, dass wir die Botschaft dieses Turniers begriffen haben. Es geht alles viel schneller und körperbetonter, das müssen wir gegen Lettland auch machen."

Unabhängig des Ausgangs betont Bader: "Wir wollen gegen solche Gegner spielen, auch wenn es dann vielleicht schmerzt, wenn man verliert."

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