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NEWS
Tor beim ÖEHV-Debüt für Kolarik: "Es fühlt sich wie im Traum an"
Leon Kolarik legt im ÖEHV-Team einen perfekten Einstand hin. Teamchef Roger Bader bescheinigt ihm "enorm viel Talent" und sieht Potenzial für eine große Karriere.
Textquelle: © LAOLA1
Erstes Spiel, erstes Tor. Viel besser hätte das Nationalteam-Debüt für Leon Kolarik nicht laufen können.
Der 18-Jährige erzielte bei Österreichs 1:5-Niederlage im vierten WM-Testspiel gegen Tschechien den einzigen Treffer. Spielbericht >>>
"Es fühlt sich wie im Traum an", sagte der junge Stürmer, dem dieser besondere Meilenstein ausgerechnet in seiner Heimatstadt Wien und vor zahlreichen Familienmitgliedern gelungen ist.
Bader attestiert Kolarik "enorm viel Talent"
Dass es überhaupt dazu kam, war für den Wiener überraschend. Er war nach dem Saisonende in Kanada bei den Peterborough Petes bereits vor zwei Wochen in die Heimat zurückgekehrt, ehe Teamchef Roger Bader ihn zum Nationalteam einlud.
Wäre dies nicht passiert, hätte er noch eine Woche Pause gemacht und dann das Sommertraining gestartet, erklärte Kolarik. Stattdessen gab der Flügelstürmer in seinem Premieren-Länderspiel gleich eine "gute Visitenkarte" ab, meinte Bader.
"Er hat bereits im Training gut ausgesehen, hat mir auch bei der U20-WM gefallen. Es überrascht mich nicht einmal, dass er ein Tor schießt", sagte der Schweizer und attestierte Kolarik "enorm viel Talent. Er könnte eine große Karriere hinlegen."
Lehrreiche Länderspiel-Premiere
Auf dem möglichen Weg dorthin war die Begegnung mit Tschechien äußerst lehrreich.
Die Umstellung vom kanadischen Junioren-Eishockey auf die internationale Bühne war groß, gab der Debütant zu. "Vor allem, weil ich zwei Wochen Pause hatte und nichts gemacht habe. Ich musste diese Woche auch im Training erst wieder reinkommen", so Kolarik.
Das erste Drittel, in dem Österreich allgemein keine sonderlich gute Figur abgab, nutzte er, um sich an Tempo und Intensität zu gewöhnen. "Ab dem zweiten Drittel ging es voll", meinte der Wiener, der dort mit einem schönen Schuss das zwischenzeitliche 1:3 erzielte.
Was war schlussendlich die größte Herausforderung? "Das Körperspiel", betonte Kolarik, "das sind alles ausgewachsene Männer - und ich bin erst 18 Jahre alt."